machen jetzt zumindest nachdenklich. Der Beginn einer Wende oder nur ein weiterer Beitrag zu dem, was beklagt wird?
Die Geister, die sie riefen,
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machen jetzt zumindest nachdenklich. Der Beginn einer Wende oder nur ein weiterer Beitrag zu dem, was beklagt wird?
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Ja, wieder eine Vereinnahmung – »Bionade« wechselt (nicht nur hinsichtlich der Eigentumsverhältnisse) die Seiten:
Nachdem die Ökolimo-Firma vom Dr.-Oetker-Konzern gekauft wurde, krempelt sie ihr Sponsoring um. Erste Opfer: Zwei Anti-Gentechnik-Events in Berlin.
Was darf jetzt unbedenklich nachhaltig konsumiert werden??
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»Tschernobyl« liegt inzwischen so weit zurück, dass es anscheinend jeden Schrecken verloren hat und Bestandteil unserer Event-/Vergnügungskultur werden kann.
Das Gebiet um das 1986 verunglückte Atomkraftwerk Tschernobyl war lange Zeit Sperrzone. Nun wird es für Touristen geöffnet und soll auch ein Hotspot werden für Gäste der Fußball-EM.
Das Menetekel wird Touristenattraktion. Die ganz »Mutigen« können auch – wie der »Stalker« – bis in die Hot-Spot-Zone vordringen?
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Er scheint mehr und mehr Anhänger zu bekommen. Hoffen wir, das es wenige bleiben, denn diese Aktion ist Unsinn:
Der französische Ex-Fußball-Profi Eric Cantona ruft dazu auf, das eigene Konto am 7.12. leer zu räumen, um die Macht der Banken zu brechen. Die Anhängerschaft wächst.
Auf den ersten Blick faszinierend, aber das war es dann auch schon. Brechen die Banken zusammen – und dann das gesamte System – was dann? Eine absolute Weltwirtschaftskrise, die wieder nur die »gesund« überstehen, die bekämpft werden sollen.
Besserer Vorschlag: das Geld, die Konten von den Großbanken abziehen und zu Volksbanken, Genossenschaftsbanken bringen. Nicht zerstören, sondern sinnvoll vorgehen!
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Die Debatte um kopftuchtragende Frauen in Schulen und anderen öffentlichen Einrichtungen ist zur Zeit zwar abgeflaut und auch das Burkaverbot in Frankreich hat den Medienhype hinter sich. Aber es wird irgendwann wieder nach oben kochen, das Kopftuchverbot.
Dabei wäre diese Debatte so einfach zu beenden. Es müsste nur irgendeine Popikone ein paar mal mit Kopftuch auftreten und ruck zuck würden Strassen und Plätze von kopftuchtragenden Teenagern bevölkert. Über kurz oder lang wäre die Debatte beendet. Denn Mode ist Geschmackssache und über Geschmack lässt sich nicht streiten.
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»Von der Sowjetunion lernen, heißt siegen lernen!« lautete eine Parole in der DDR. Und diese Parole diente als »Legitimation«, viele Dinge zu übernehmen, die in der Sowjetunion entstanden. Ob das nun Sinn machte oder auch nicht. Zu DDR-Zeiten wurde viel über diese Praxis gelacht und gewitzelt.
Übernommen wurde seinerzeit auch der Subbotnik – unbeliebt und wenig »ertragreich«. Die Stadt Bonn führt auch eine Art Subbotnik durch.
Zum Großreinemachen lädt die Stadt Bonn auch in diesem Jahr wieder alle Bürgerinnen und Bürger ein. Erstmals findet der Aktionstag “Bonn – picobello!” nicht wie in den sechs vorangegangenen Jahren als Frühjahrsputz statt, sondern steht im Herbst, genau gesagt am Samstag, 2. Oktober, auf dem Programm.
…
Es gibt viel zu tun für die auch in diesem Jahr wieder zahlreichen helfenden Hände. Denn auch im Herbst hofft die Stadt Bonn wieder auf rege Resonanz etwa bei Familien und Freunden, Nachbarn und Vereinen, Schulen und Kindergärten, Unternehmen und Behörden, Pfadfindern und Stammtischen. Sie alle können sich zu kleineren und größeren Teams zusammenschließen und die Stadt bei ihren das ganze Jahr andauernden Bemühungen für mehr Sauberkeit im Stadtbild unterstützen.
Der Unterschied zum Subbotnik in der DDR – in Bonn ist die Teilnahme freiwillig; ansonsten erinnert es doch sehr an damals (die »Teams« hießen allerdings »Brigaden«).
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Herr Joschka Fischer nutzt seine Bekanntheit (und seine Verbindungen?) aus; daran habe ich mich gewöhnt. Die Wunde ist vernarbt.
Alice Schwarzer schreibt jetzt für die Bildzeitung, als »Hofberichtsreporterin« vom Kachelmann-Prozess. Sie begründet dies auch in einem Artikel bei BILD (»Warum ich für BILD vom Kachelmann-Prozess berichte«).
Den konnte ich immer gut leiden. Ich war mehrfach in einer seiner Sendungen. Und einmal haben wir sogar Rock ’n’ Roll zusammen getanzt. Live. Und uns ziemlich amüsiert. Ich bin also eine von vielen, denen das scheinbar Unbekümmerte, das Lässige an ihm gefiel.
Wenn dem so ist, dann kann sie ihn halt gut leiden. Aber muss man deswegen als Alice Schwarzer für BILD schreiben? Oder ist das inzwischen die einzige Zeitschrift, die Alice Schwarzer noch veröffentlicht?
Ein Zeitalter geht zu Ende.
meint Ethan Zuckerman in seinem Artikel »Inseln im Netz« (Süddeutsche Zeitung Nr. 167, 23. Juli 2010, S. 11 – habe ich online nicht gefunden) und bringt in seinem Text einiges, über das ich nur den Kopf schütteln kann und – falls es nicht schlecht übersetzt ist – für mich nicht mit seiner Vita in Übereinstimmung zu bringen ist. Abstruse Vergleiche und Beispiele, nur um die These zu belegen, das das Internet unseren Blick auf die Welt nicht geöffnet hat, sondern verengt. Ein paar Zitate als Beleg, die für sich sprechen.
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Das neue WDR-Radioprogramm (29./30. Woche) ist eingetroffen; auf dem Titelbild drei junge Frauen – »Die Prosecco Perlen aus Köln« Neue Serie in Funkhaus Europa – ab 23. Juli, Freitags, 10:00 bis 12:00 Uhr.
Im Artikel zur neuen Serie: »Die Protagonistinnen Nergiz, Lena und Deniz sind keine fiktiven Figuren, sondern leben, arbeiten und studieren in Köln und suchen hier ihr ganz großes Glück.« Die Redakteurin der neuen Serie findet: »Sie strahlen eine selbstbewußte Weiblichkeit aus.« »Selbstbewußte Weiblichkeit« – dazu habe ich vor kurzem etwas Passendes gelesen.
Und weiter im Prgrammtext: »Bis sie den Traumprinzen getroffen haben, arbeiten sie an ihrer Zukunft, gehen auf Reisen, machen eine Diät, suchen die richtige Handtasche.« Na dann kann ja nichts schiefgehen – ausser, sie finden nicht die richtige Handtasche!
Und zum »Traumprinzen«: »Wie muss der Traumprinz aussehen? Wer macht den ersten Schritt? Wie viel muss er verdienen, um überhaupt in Frage zu kommen?« – es lebe die selbstbewußte Weiblichkeit!
Erinnert mich an Filme aus den 50er/60ger-Jahren, mit Doris Day in der Hauptrolle. Back to the roots!