fahre ich von Montags bis Freitags, jeweils einschließlich, wie es so schön heißt. Die letzten Wochen war das, wie immer während der Ferienzeit, sehr entspannt. Im Zug habe ich einen Doppelsitz allein, kann meinen Rucksack in Reichweite abstellen, komme an den Inhalt ohne aufzustehen, einen Fahrgast aufstehen zu lassen. Sonst unterbleibt das; der Rucksack liegt in der Gepäckablage und was nicht vorher herausgenommen wurde, bleibt verpackt. Lesen, Notizen machen ist somit jetzt einfach möglich.
Im Zug sind auch immer ein paar Handwerker, die zu ihrer Firma, ihrer Einsatzbaustelle, unterwegs sind. Ihr Äußeres wirkt immer so, als ob sie gerade von der Arbeit kommen. Kleidung und Gepäck haben anscheinend schon mehrere Tage Einsatz hinter sich. Umziehen vor und nach der Arbeit ist nicht mehr möglich/üblich. Warum sieht man so wenig Menschen in Kochkleidung, Krankenschwesterkittel im Zug? In diesen Berufen ist umziehen noch üblich.
Gemischter Salat [1]
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Gegen die Einsamkeit
Eine Sendung im Radio über Waschsalons. Die Besitzer, die die Salons heute mit einem Cafe und einem Shop versehen, um die Wartezeit angenehmer zu gestalten, berichten von alten Menschen, die nur deswegen im Waschsalon ihre Wäsche waschen (obwohl sie eine eigene Waschmaschine zu Haus haben), weil sie dort einen Vormittag in Gesellschaft verbringen können.
Jedem seinen Breitbandanschluss
Eine schnelle Internetverbindung ist wichtig, sagt auch unsere Kanzlerin. 30km von der Telekomzentrale sieht das dann so aus.
Unmut im beschaulichen Fritzdorf: Aufgebrachte Kunden der Telekom sind seit Wochen ohne Telefon und kommen nicht ins Internet. Dafür fallen bei einigen auch noch doppelte Gebühren und viel Ärger an. Andere DSL-willige Kunden haben keine Zugangsdaten, keinen Splitter, dafür Router im Doppelpack.
Ein Bekannter von uns hat bei der Telekom gearbeitet, im technischen Außendienst. Er wurde jetzt (Anfang 50 Jahre alt) mit einer hohen Abfindung in den »Ruhestand« versetzt
Kommunen haben kein Geld?
Die Kommunen sind überschuldet, bis auf wenige Ausnahmen. Das hindert aber nicht daran, die abenteuerlichsten Vorhaben zu beginnen, die in einem Fiasko enden. Paradebeispiel: Das World Conference Center Bonn (WCCB). Wer sich ein Bild davon machen will, wie mit Steuermitteln umgegangen wird, sollte sich die vorzügliche Serie zu diesem Thema beim General-Anzeiger-Bonn zu Gemüte führen – aber Vorsicht: hoher Frustfaktor!
21 Juni – WORLD-HANDSHAKE DAY
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Am 21.6.2010 ist bereits zum 2. Mal WORLDHANDSHAKE DAY. An diesem Tag (Sonnenwende) sollen soviel Menschen wie möglich mit Freunden, Familien, Kindern weltweit zum Wasser gehen (Fluss, Meer, See, …), die Hände ins Wasser halten und sich mit allen in Liebe und Frieden verbunden fühlen. Der Initiator, Ivan Župa, schreibt:
One day an old man told to me the following words:
“My son, place your hand here in the sea and you are united with the whole world.”
These wise words led to an idea, a vision especially after the tsunami disaster.
Now, as I am 55 years old, I would like to forward this old man’s vision,
a vision that helps taking away the fear of those that have been
so terribly affected by the latest disaster.Place your hand in the sea and shake hands with the whole world, feel united.
Kann daraus mehr erwachsen oder ist der Moment der Gemeinsamkeit schnell vergessen? Was machen wir aus dem gemeinsamen Händehalten?
Sie verstellen sich, weil es besser für sie ist
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Vor dem Fenster ein alter Lindenbaum, der im Laufe der Jahre auch trockene Äste bekommen hat. Er ist sich selbst überlassen und diese trockenen Äste sind noch nicht herunter gefallen. Eine Taube fliegt heran, landet auf dem trockenen Ast und beginnt, kleinere Äste abzubrechen und diese zum Nestbau davon zu tragen.
In unserem Ort gibt es einige Walnußplantagen mit vielen großen Walnußbäumen. Viele der Walnüsse fallen vor dem Pflücken herunter, da schon reif, und nicht alle werden gefunden. Krähen (oder Raben) suchen sich diese heruntergefallenen Nüsse, fliegen zur nahegelegenen Straße und lassen die Nüsse aus einiger Höhe solange auf den Asphalt fallen, bis die Nussschale geknackt ist und sie den Kern herausholen können.
Dies sind nur einige Beispiele für Verhaltensweisen von Tieren, bei denen mir so durch den Kopf geht, dass die Tiere sich vielleicht nur verstellen und uns ihr wahres Können verbergen, weil es besser für sie ist. Vielleicht verstehen sie alles, was wir sagen und könnten sich sogar so mitteilen, dass wir sie verstehen könnten. Aber das wollen sie nicht, weil sie dann überhaupt keine Ruhe mehr vor uns hätten.
In einer Diktatur aufgewachsen
| Abgelegt unter: Leben
Ende vergangener Woche, während der Mittagspause; endlich herrliches Wetter. Ich sitze vor einem Cafe und geniesse das Leben. Am Nachbartisch unterhalten sich drei Frauen; wie ich an den bei mir ankommenden Gesprächsfetzen erkennen kann, geht es um die Chefs und deren Umgang mit den Angestellten. So das Übliche halt. Ich trinke meinen Kaffee (ganz einfach Kaffee – kein »Latte«, kein »Capu«, ganz normalen Kaffe) und betrachte das vorbeifliessende Leben.
Auf einmal folgender Satz vom Nebentisch: »Das ist ja kein Wunder wie der mit seinen Leuten umgeht! Der ist ja in einer Diktatur aufgewachsen!« Jetzt wird es spannend – es stellt sich raus (ich höre etwas genauer zu), dass der, um den es geht, in den neuen Bundesländern (die damals noch die DDR waren) aufgewachsen ist. So einfach ist das – er musste also ein kleiner Diktator werden. Leider habe ich nicht mitbekommen, womit das miese Verhalten der Chefs begründet wurde, die in den alten Bundesländern aufgewachsen sind.
Ziellose Suche?
| Abgelegt unter: Casual Poetry
Kontaktanzeige aus einer monatlich erscheinenden Publikation (Formatierung und Zeichensetzung gemäß Original; Kontaktadresse hier nicht aufgeführt).
Ziellos zwischen Velvet Underground,
Sonic Youth und Depeche Mode
Ortlos zwischen Uwe Johnson, Heiner Mül-
ler und Johannes Bobrowski
Heimatlos in Ostdeutschland zwischen
Geschichte, Erinnerung und Situation
Tatenlso links der Mitte zwischen Sozial-
arbeit und Politik
Hoffungslos verstrickt in die Reproduk-
tionssphäre der bürgerlichen Gesellschaft.
Gibt es ein richtiges Leben im falschen?
Er, 38, sucht Affäre in jeder Hinsicht.
Kontakt:
(e-mail-Adresse)
Schaffen wir uns eigenes Geld
| Abgelegt unter: Gesellschaft Regierung Verantwortung
Nachdem die sog. Bankenkrise Milliarden an Steuergeldern verschlungen hat und die Banken inzwischen wieder in alter Art und Weise spekulieren (die Regierungen unternehmen nichts dagegen, sind Gesteuerte), kommt jetzt die Länderkrise (Griechenland, Spanien, Portugal und ..). Auch daran haben die Banken sich vorab dumm und dusselich verdient. Auch hier werden wieder Steuergelder verschlungen.
Heute habe ich den »Bankenspiegel« bekommen. Das ist die Zeitschrift der GLS Bank. Darin ein Artikel über den »Chiemgauer«, eine sog. Regionalwährung.
Anfang 2010 wurde das Regiogeld von 565 Unternehmen akzeptiert und von 3.000 Mitgliedern genutzt. Im Umlauf waren über 400.000 Chiemgauer. Die Umsätze des Chiemgauer-Netzwerks lagen im ersten Jahr 2003 bei 70.000 Euro, 2008 bei 3 Mio. Euro und 2009 bei 4 Mio. Euro. Das jährliche Wachstum von 2008 auf 2009 lag bei 21 Prozent. Damit ist der Chiemgauer das derzeit größte Regiogeld-System im deutschsprachigen Raum und eine der erfolgreichsten Komplementärwährungen der Welt.
(Quelle: Wikipedia)
In Anbetracht des Umganges mit den staatliche Währungen, sollten wir uns verstärkt auf das Regiogeld konzentrieren, zumal dies auch den regionalen Gewerbebetrieben zu Gute kommt.
Fundstelle – anders-besser-leben.de
| Abgelegt unter: Gesellschaft Leben Verantwortung
Gefunden im Netz – die Initiative anders besser leben – Das Netzwerk für eine zukunftsfähige Lebensweise. Der Ansatz der Initiative:
Wir ermutigen Menschen, ihre persönliche Lebensweise zu verändern und regen einen Austausch über ihre Erfahrungen an.
Wir fördern Aufbruch-Gruppen zur gegenseitigen Unterstützung.
Wir tragen bei zu einer neuen Basisbewegung und kooperieren mit geistesverwandten Organisationen.
Wir machen das Thema “zukunftsfähige Lebensweise” öffentlich, um eine nachhaltige Politik zu erreichen.
Wir möchten eine neue Kultur eigener Kreativität, achtsamer Kommunikation und ganzheitlicher Wahrnehmung entwickeln, besonders in unseren Gruppen und Seminaren.
Der Basistext findet sich hier. Es handelt sich bei der Initiative um ein offenes Netzwerk. Sie besteht aus bisher ca. 2000 Menschen, die den Basistext unterschrieben haben; einem Koordinationskreis, der die organisatorische Arbeit macht; und aus den zur Zeit etwa 20 Aufbruch-Gruppen in deutschen Städten.