Wie jeden Werktag mit der Eisenbahn unterwegs. Jetzt, im Sommer, noch nerviger als sonst – es kommt mit zunehmenden Temperaturen eine weitere Belastung hinzu. Neben prall gefüllten Regionalbahnen, Verspätungen (»wir danken für Ihr Verständnis!«), sich nicht öffnenden Türen nun auch noch die Hitze. Klimaanlagen sind in den Zügen vorhanden, laufen aber mit kaum spürbarer Kraft oder garnicht. Fenster lassen sich nicht öffnen. 30 Min. können da sehr lang werden. Der Versuchung, auf das klimatisierte Auto auszuweichen, ist kaum zu widerstehen. Noch schaffe ich es.
Die Gedanken schweifen in solchen Momenten hitzebenebelt durch das immer wärmer werdende Hirn und dabei kommt auf einmal die Erkenntnis (ausgelöst durch die momentanen äußeren Umstände), dass es völlig unmöglich scheint, einen der großen Träume der Menschheit – mit riesigen Raumschiffen durchs All zu fliegen – zu verwirklichen. Falls doch, dann sicher nicht von einem Unternehmen, welches auch nur ansatzweise mit terrestrischem Personentransport zu tun hat/zu tun hatte. Es müßte eine völlig neue Spezies sein, die den Weltraumtransport technisch möglich macht und organisiert. Ich bin mir aber sicher, das dies nicht gelingen wird. Und falls doch, dann haben die Raumschiffe Verspätungen im Bereich von Lichtstunden (»wegen Störungen im Betriebsablauf!«) oder man kommt in einer völlig anderen Galaxie an, als angekündigt. Es wird wohl nichts mit »Beam me up, Scotty« – mir würde es schon reichen, ich käme pünktlich, entspannt und nicht völlig durchgeschwitzt von Köln nach Bonn – es müßte nicht mal gebeamt sein!