Heft 43/2011 des »Süddeutsche Zeitung Magazin« hat als Hauptthema »nette Gastgeber« – Egal, wie weit wir fahren: Am schönsten ist Urlaub da, wo wir uns sofort daheim fühlen.
Südtirol, Neuseeland, Kloster Athos, die Abruzzen, Bali, Kyoto, Chile, Indien. Sätze wie: »Der Dalai Lama brach in Tränen aus, als er hier war – so schön ist es.«, »Man muss nicht religiös sein, um hier das Paradies zu finden.« oder »In der Klosterrepublik leben die Mönche nicht in einer anderen Zeit, aber völlig anders als der Rest der Welt. Ein idealer Zufluchtsort für junge Griechen, die genug von der Krise haben.« zeigen, das es hier in Richtung Idylle, kurzeitig abwenden von der Wirklichkeit, geht. Es wird Kraft getankt, um danach wieder mitzuschwimmen im Strom, den man als Belastung empfindet, aber als nicht änderbar hinnimmt. 14 Tage, vielleicht 3 Wochen, mehr Ausstieg geht nicht. Danach wird wieder mitgeschwommen, aber darüber räsoniert, wie schlimm das alles ist und wie gut es doch die Leute haben, die zwar (materiell) ärmer als wir sind, dafür aber glücklicher. (Um zu diesen glücklichen Menschen zu kommen, muss man allerdings Geld haben!)
Die Zeit ist gerade günstig – werde ärmer, aber glücklicher!