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Texte und Photos / Kann Spuren von Sinn enthalten

Mehr Millionäre durch Sparpaket

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Unbeeindruckt durch Banken- und Finanzkrise wachsen die Vermögen – wie sagt der Volksmund: »Der Teufel scheißt immer auf den größten Haufen!«

Im vergangenen Jahr gab es 430.000 Millionärshaushalte in Deutschland, 23 Prozent mehr als im Vorjahr – dank der Erholung auf den Finanzmärkten. Damit rangiert Deutschland auf der Liste der Dollar-Millionäre hinter den Vereinigten Staaten, Japan, China und Großbritannien an fünfter Stelle.

Das sog. Sparpaket der Bundesregierung wird diese Entwicklung sicher nicht ändern, ja diese noch fördern! Frau Merkel wollte doch die Kanzlerin aller Deutschen sein, oder?

Bhopal – 26 Jahre danach

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Unkommentiert; die Zahlen sprechen für sich:

26 Jahre nach der Giftgas-Katastrophe in der indischen Stadt Bhopal sind am Montag sieben frühere Manager der Chemiefabrik wegen fahrlässiger Tötung von bis zu 15.000 Menschen verurteilt worden. Sie sollen zwei Jahre in Haft und müssen außerdem je 100.000 Rupien (1.800 Euro) Buße zahlen. Zahlreiche Opfer und Hinterbliebene demonstrierten in der nordindischen Stadt gegen das Urteil, das nach ihrer Ansicht zu spät kommt und zu mild ausgefallen ist.

Inflation hat ihre Vorteile?

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Zum Thema »Inflation« in bewegten Zeiten:

Schädlich ist Inflation jedenfalls nicht immer. Sie schadet jenen, die schon Vermögen besitzen und nützt jenen, die Schulden haben. Sie schadet eher den Alten, und nützt eher den Jungen. Sie ist, wägt man Vor- und Nachteile ab, eher sozial »gerecht« als viele ihrer Alternativen.

Und noch etwas dazu:

Man kann erstens die Schuldner Pleite gehen lassen, beziehungsweise mit ihnen Nachlassverträge abschließen. Das kann zu einem Kollaps des Finanzsystems führen – womit dieses ja auch erfolgreich erpresst. Zweitens: Man kann die ohnehin nicht eintreibbaren Guthaben durch Inflation nach und nach entwerten. Zu diesem Zweck muss man die Geldmenge in Nachfrage verwandeln, indem man sie an die bedürftigen Schichten verteilt und den Geldkreislauf wieder schließt – also so lange wie die Unternehmen ihren Angestellten von Anfang einen Lohn zahlen, der ihren Absatz sichert.

So rechnet sich Entwicklungshilfe

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Kredit in Höhe von 100 Millionen an ein afrikanisches Entwicklungsland zur Förderung der Entwicklung:
1. Bedingungen:
a) Rücklzahlung nach zehn Jahren
b) Zinsleistungen
c) Ankauf von Industrieanlagen, Wert : 100 Millionen
2. Auszahlung: 100 Millionen.
3. Verkauf: Industrieanlagen, Wert: 100 Millionen.
4. Einnahmen: 100 Millionen.
5. Rückzahlung: 100 Millionen plus Zinsen.
(aus Ossietzky 9/2010, Autor: Wolfgang Bittner)

Bericht “Zur Lage der Welt 2010″

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Das exzessiver Konsum mitverantwortlich für die Zerstörung der globalen Ökosysteme ist, dürfte für Niemanden eine neue Erkenntnis sein (ausser, er/sie verweigert sich dieser Erkenntnis) – auch der Bericht »Zur Lage der Welt 2010« des US-amerikanischen Umweltinstituts Worldwatch, dessen deutsche Ausgabe am 18. März in Berlin vorgestellt wurde (Herausgeber: Worldwatch Institute. In Zusammenarbeit mit der Heinrich-Böll-Stiftung und Germanwatch), dokumentiert dies. Wir bekommen es (wieder einmal) unter die Nase gerieben – ändern wir uns??

Wer es genau wissen will:
Zur Lage der Welt 2010
Einfach besser leben: Nachhaltigkeit als neuer Lebensstil

Mit Vorworten von Muhammad Yunus, Ralf Fücks und Klaus Milke sowie Sonderbeiträgen von Gerhard de Haan und Germanwatch
oekom Verlag, 1. Auflage, München 2010, zahlreiche Tabellen und Abbildungen,
300 Seiten, Preis: EUR 19,90, ISBN 978-3-86581-202-5

Was mich gerade dieser Tage mal wieder bewegt

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Ein Text, den ich immer wieder mal lese, den man nicht oft genug lesen kann:

Eine Gesellschaft entsteht aus unseren Bedürfnissen, eine Regierung wegen unserer Schlechtigkeit. Die erstere fördert unser Glück auf positive Weise, indem sie unsere Gefühle vereint, die letztere auf negative Weise, indem sie unsere Verderbtheit zügelt; die eine fördert die menschlichen Beziehungen, die andere schafft Unterschiede. Erstere tut Gutes, letztere bestraft.
Gesellschaft ist in jedem Zustand ein Segen, Regierung dagegen im besten Fall nur ein notwendiges, im schlechtesten Fall aber ein unerträgliches Übel.
(Thomas Paine, Common Sense, 1776)

Reichlich Jahre auf dem Puckel, aber nach wie vor lesens- und bedenkenswert!