Es braucht, um bestimmte Dinge/Sachverhalte zu vergegenwärtigen. Manchmal Jahrzehnte.
Mein Leben ist/war zeitlich strukturiert – durch Kalender, Uhren, Vereinbarungen – unterteilt in Freizeit, Arbeit, Wochenende, Wochentage. Die Aufteilung in Arbeit und Freizeit ist inzwischen obsolet. Diese zeitliche Strukturierung habe ich mir bisher garnicht »vor Augen geführt« – das ist so »normal«, dass ich darüber nicht nachgedacht habe.
Jetzt kommt mir zu Bewusstsein, dass bestimmte zeitliche Strukturen »man made« sind. Die Unterscheidung in Montag, Dienstag, …. gibt es ohne Kalender nicht. Auch die dadurch geschaffene »Woche« ist kalendergebunden. Ich arbeite nicht mehr und schon entfällt für mich die Aufteilung in Wochentage, mehr oder weniger. Das Wissen, welchen Tag wir gerade »haben«, wird immer blasser. Auch die Aufteilung eines Tages in Uhrzeiten, Stunden, ist ebenso künstlich.
Die Natur schafft eine Struktur durch Tag vs Nacht, Morgen, Mittag, Abend, die Jahreszeiten, den Sonnenstand – das war es dann schon. Die anderen Zeitstrukturen schaffen wir uns.