HFs Libreta

Texte und Photos / Kann Spuren von Sinn enthalten

Immer nach demselben Muster

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Jede Firma lebt von ihren Kunden; bei Konsumgütern sind wir die Kunden. Kaufen wir die Produkte nicht, ist Schluss mit der Firma, ausser, sie wird subventioniert. Das Produkt kann großer Mist sein – kaufen wir es, hat die Firma Erfolg.

Facebook geht jetzt an die Börse. 57 bis 76 Mrd Euro soll die Bewertung betragen. Dieser Wert wird durch rund 800 Millionen Nutzer repräsentiert. Die Technik, die hinter Facebook steht, ist weit weniger wert. Diese 800 Millionen Nutzer machen alles mit. Ein System ohne negative Rückkopplung. Bewirkt dadurch, das der Nutzer nichts zahlen muss? – zumindest nicht auf den ersten Blick. Die Einnahmen, die Facebook erzielt, bezahlen wir (auch die Nichtnutzer) über die Aufwendungen für Werbung, die in den Produktpreisen enthalten sind, mit.

Hinzu kommt die Mär vom Sozialen Netzwerk – was »sozial« ist, kann nicht schlecht sein. Ehrlicher wäre, Facebook würde eine Nutzungsgebühr erheben. Ein sog. Soziales Netzwerk mit dem Ziel der Gewinnmaximierung sollte in eine andere Kategorie sortiert werden.

reclothing als Ersatz

| Abgelegt unter: Gesellschaft Wirtschaft

Taschen aus gebrauchten LKW-Planen oder schweizer Militärdecken sind ja mitlerweile schon wieder ein alter Hut. Künstlich gealterte Jeans ebenso. Da muss was Neues her – und das ist Kleidung aus recyclter, getragener Arbeitskleidung. Das Zauberwort: reclothing!
Die Gebrauchsspuren durch Arbeit erzeugt der Arbeiter – der Trendsetter trägt die aufgearbeitete Kleidung mit diesen Gebrauchsspuren als Zeichen dafür, dass er nicht körperlich arbeiten muss, sozusagen als Achtung des hart arbeitenden Menschen?! Da schmeckt der Latte gleich doppelt so gut, wenn man weiß, das die Kleidung, die man trägt, mal hart gearbeitet hat!
Warum fällt mir bei solchen Gelegenheiten immer der Untergang des römischen Reiches ein?

Blick in die Schweiz

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mit einem Umweg über Frankreich.
Das »Auswanderblog« von Ruedi Baumann lese ich regelmäßig seit einiger Zeit. Nicht nur wegen der fundierten Artikel zur Landwirtschaft, der Flora und Faune sowie der Landschaft im Südwesten Frankreichs, sondern auch wegen der Artikel zur Schweiz, der Heimat Ruedi Baumanns.

Ein Hinweis auf Kostproben:
Dachlandschaften
Moneten-Schweiz

Der Übergang von der Seele und den Leidenschaften zu Gefühlen

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Eva Illouz (Professorin für Soziologie und Anthropologie an der Hebräischen Universität in Jerusalem) zu Seele, Gefühle und wie die Psychologie in den Markt integriert wurde, um Mitleid und Zorn rentabel zu machen.

Wie leitet man Menschen zur Arbeit an, um das Meiste und Beste aus ihnen herauszuholen? Hatten die Vorarbeiter in kleinen Fabriken zuvor zu verschiedenen Formen von Gewalt gegriffen, um die Arbeiter zur Ausführung anstrengender oder schwieriger Tätigkeiten zu bringen, lehrten die Psychologen jetzt emotionale Beherrschung.

Zum kompletten Artikel von Eva Illouz:
Standardgefühle

Sich etwas schön schreiben

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kann man, wenn man will. Und dabei ist dann kein Haken zu scharf, um nicht geschlagen zu werden, wie Karen Horn (s.u.) in der FAZaS zeigt.

Es geht um Luxus, der die Wirtschaft antreibt, darum, dass die Reichen immer mehr haben wollen, damit den Erfindergeist wecken und somit die industrielle Revolution ermöglichen, von der dann die Armen profitieren. Kurz und knapp: Ohne Reiche ginge es den Armen noch schlechter.
(weiterlesen …)

Schneckenpost aus Bern

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Ich hatte ein Buch bestellt, online, bei amazon.de; das Buch wurde nicht von amazon selbst versandt, sondern vom Verlag, der seinen Sitz in Bern hat. Dieser hatte das Buch am 22.10.2011 in Bern bei der Post aufgegeben. Am 04.11.2011 kam die Postsendung bei mir an – nicht ganz 2 Wochen Laufzeit; laut Auskunft des Verlags keine Seltenheit, diese lange Postlaufzeit. Ist es die schweizer oder die deutsche Post?
Fast 2 Wochen – das hätte auch die pferdebetriebene Postkutsche geschafft. Die Post auf dem Weg in die Entschleunigung.

Bonusbeschleuniger

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British Airways bringt den Bonusbeschleuniger, der auch die Klimakatastrophe beschleunigt:

Wenn Sie ab dem 13. Oktober buchen und zwischen dem 13. Oktober und 18. Dezember 2011 mit British Airways fliegen, können Sie Ihr Meilenkonto mit unserem Bonusmeilen-Turbo richtig in Schwung bringen. Nutzen Sie alle Vorteile und sammeln Sie über 280.000 Bonus BA Miles – zusätzlich zu den regulären BA Miles für Ihre Flüge.

Wie Sie sehen, erhalten Sie mehr Bonusmeilen pro Flug je öfter Sie fliegen. Und je höher die Buchungsklasse, desto schneller kurbelt der Bonusmeilen-Turbo Ihr Meilenstand an.

Na dann, mit Vollgas in die Klimakatastrophe!

Zu Occupy – Shoppen, chillen, Schulden machen

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Interview mit Gerald Hörhan (arbeitete bei McKinsey und JP Morgan, besitzt ein eigenes Finanzunternehmen) bei taz.de. Es geht um die Occupy-Bewegung:

taz: Herr Hörhan, Sie haben ein Buch geschrieben, in dem Sie pauschal junge Leute beschimpfen. Jetzt sagen Sie zur Occupy-Bewegung: Eure Demos bringen nichts. Was soll das?
Gerald Hörhan: Ich beschimpfe nicht. Ich kritisiere und provoziere mit Kalkül. Ich werfe der Jugend vor, dass sie sich anpasst statt zu revoltieren und selbst etwas Neues zu entwickeln. Statt wirtschaftliche Macht aufzubauen und damit politischen Einfluss zu gewinnen will sie shoppen, chillen und Schulden machen. Wenn ich bei einem Bewerbungsgespräch fordere, jemand soll pünktlich zur Arbeit kommen und etwas leisten, dann bekommt er schon allein davon fast ein Burnout und ist noch stolz drauf. Ich sage: Hört auf zu mosern. Packt euer Schicksal selber an!

Liest sich schon mal gut, trifft aber so sicher nicht auf die Teilnehmer an Occupy zu – oder doch?

taz:Sie sind ja originell: Auf der einen Seite fordern Sie “die Jugend” auf, sich nicht anzupassen. Zum anderen kritisieren Sie die aktuellen Proteste gegen das Bankensystem als “Zirkusveranstaltung” und “sinnlos”. Was denn nun? 
Gerald Hörhan:Das Problem ist, dass die Demonstrationen nichts bringen, weil sie keine Ziele haben. Deshalb haben auch die Proteste in Spanien rein gar nichts gebracht. Ich gebe dagegen eine klare Anleitung, was wie zu tun ist. Wer wirtschaftliche Macht aufbauen will, muss Grundbegriffe der Wirtschaft kennen. Es ist gar nicht so schwer, die zu lernen, und es bringt was.

Das ist wichtig – sich mit dem befassen, was man kritisieren, was man ändern will, da ansonsten die Kritik verpufft, da ansonsten eine Änderung schwerlich zu erreichen ist, eine Kritik zu leicht zu widerlegen ist (wenn ich z.B. einen Motor ändern will, weil mir seine Leistung nicht gefällt, muss ich auch wissen, wie er funktioniert).
Die »Proteste« bleiben andernfalls Event und werden keine Bewegung.

Weltspartag in der Schuldenkrise

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Heute ist in Deutschland bereits Weltspartag, da am 31.10. in einigen Bundesländern Feiertag ist, und »am Weltspartag (sollen) nämlich die Banken und Sparkassen geöffnet haben« sollen.

Vielfach wurden und werden anlässlich des Weltspartags von Banken und Sparkassen Werbegeschenke verteilt, insbesondere Spardosen zum Zwecke der Sparerziehung der nachwachsenden Generation.

In diesem Jahr werden Spardosen an die europäischen Regierungen verteilt, Spardosen so groß wie Silos. Inwieweit dies die Regierungen zum Sparen bewegt, darf bezweifelt werden. Wie das Beispiel Griechenland zeigt, werden die Schulden zum großen Teil erlassen – warum dann sparen? :-)

Bank bekommt Nachhaltigkeitspreis

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In der FAZ am Sonntag eine Anzeige zum Deutscher Nachhaltigkeitstag 2011. Referenten und Talkgäste der Veranstaltung am 04.11.11 u.a.: Peter Maffay, Sir Cliff Richard, Ronald Pofalla, Michael Stich.
Das Anliegen des Nachhaltigkeitstages – die Verleihung des Nachhaltigkeitspreises:

Der Deutsche Nachhaltigkeitspreis zeichnet Unternehmen aus, die wirtschaftlichen Erfolg mit sozialer Verantwortung und Schonung der Umwelt verbinden – und nachhaltiges Handeln zu weiterem Wachstum nutzen. Im Fokus stehen konsequentes Nachhaltigkeitsmanagement und Nachhaltigkeitsthemen in der Markenführung.

Und was ist »nachhaltig« im Sinne dieses Preises?

In diesem Sinne wird im Kontext dieses Preises Nachhaltigkeit als Umsetzung von unternehmerischen Strategien und Prozessen verstanden, die den Bedürfnissen des Unternehmens und seiner Stakeholder gerecht werden, während sie gleichermaßen unsere natürlichen Lebensgrundlagen schützen und die Übernahme sozialer Verantwortung erkennen lassen.

Das wäre doch etwas für die Deutsche Bank, oder? Dem Unternehmen und den Stakeholdern wird das Unternehmen gerecht und soziale Verantwortung hat man erkennen lassen, als Herr Ackermann Staatsgeld abgelehnt hat. Was will man mehr!
Und die Umwelt wird ja von einer Bank sowieso nicht belastet.