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Texte und Photos / Kann Spuren von Sinn enthalten

Wider besseres Wissen

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Es zeigt sich immer wieder (und gerade jetzt), dass der Mensch anscheinend wider besseres Wissen nur durch Katastrophen lernt. »Durch Schaden wird man klug!« sagt eine Volksweisheit. Erstaunlicherweise bezieht sich das dann nur auf diese eine spezielle Schadenssituation. Es wird nur diese eine Haltung korrigiert. Es wurde also niemand klug, sondern die Kraft des Faktischen wirkt. »Klug werden« würde dazu führen, das generell anders mit risikobehafteten Entscheidungen umgegangen wird. Und das ist leider nicht der Fall.
Wie sagte Max Born: »Es scheint mir, daß der Versuch der Natur, auf dieser Erde ein denkendes Wesen hervorzubringen, gescheitert ist.«

Bravo!

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Weiter verbreiten, dran bleiben!

Ein akademischer Fälscher kann kein Minister bleiben. Ein Aufruf.
Lutz Hachmeister, Medienhistoriker und Filmemacher, hat eine Stellungnahme zum Guttenberg-Plagiat verfasst, die wir hier mit der Bitte um weitere Unterstützung veröffentlichen. Hachmeister, ehemals Leiter des Grimme-Instituts, promovierte 1986 an der Universität Münster und wurde 1999 von der Universität Dortmund habilitiert.

(Zum kompletten Artikel bei CARTA)

Via schneeschmelze

Siehe auch: GUTTENBERG UND DIE UNI BAYREUTH Unstrittig eine Täuschung
Update 26.02.2011: Causa Guttenberg – ein offener Brief

Ägyptische Finsternis

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Ein Regime, welches von den westlichen Staaten Jahrzehntelang gestützt wurde, hat sich über Jahrzehnte korrumpiert. Das hat aber die Unterstützer nicht gestört. Es wurde weiter am Leben erhalten. Jetzt stehen die Menschen dagegen auf, wollen mit unblutigen Mitteln demokratische Verhältnisse erreichen und werden blutig niedergeknüppelt; ein ägyptisches Tian’anmen-Massaker. Von Seiten der westlichen Staaten (den Verteidigern der Demokratie?) kommen laue Ermahnungen. Immer noch Hoffnung, dass ihr Stadthalter überlebt. Ägytische Finsternis, im übertragenen Sinne.
Die Ägypter registrieren das und werden es nicht vergessen. Und wenn die Moslembrüder dann in Ägypten an die Macht kommen sollten, dann werden die Ägypter, die dies jetzt vielleicht garnicht wollten, ihnen folgen.

Nicht Wutbürger, sondern Ressentiments?

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Ein Interview mit dem Zürcher Psychiater und Philosoph Daniel Strassberg über Exzesse und Lust in der Politik, die Über­nahme linker Debatten durch die Rechten sowie über Joggen und schreiende Kinder. Ein paar Auszüge:

Kann die Politik nichts tun?

Ich bin da pessimistisch. Denn auch die Politik hat sich biologisiert und damit ent­po­litisiert. Sie wird nicht mehr verstanden als Ort, an dem Interessenkonflikte ausgetragen werden, sondern als Ort, an dem natürliche Verhältnisse nur noch nachvollzogen werden. Es gibt keine Alternativen, das ist wie 2008 bei der UBS-Rettung. Die Vorstellung, die Dinge passierten sowieso, entlastet die Leute – aber sie macht sie gleichzeitig ohnmächtig. Dagegen hilft nur die Ideologie des Westerns: Ich bin das Gesetz.

….

Trägt der Einzelne nur noch die Verantwortung, gesund zu leben – und nicht mehr, eine Gesellschaft politisch mitzugestalten?

Ja. Das ist eine Perversion der Aufklärung, die dem Einzelnen die Verantwortung über sein Handeln zusprach.

Update – dazu passt dieser Bericht:
Merkel: Deutsche Wirtschaft braucht freien Rohstoff-Zugang

Bürger machen Vorschläge zum Bonner Haushalt

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Die Stadt Bonn hat – wie viele andere Städte auch – Probleme mit dem Haushalt. Es muss gespart werden und die Stadtverwaltung geht den Weg der Bügerbeteiligung.
Dazu hat sie am 18. Januar ein Internetportal »Bonn packt’s an!« freigeschaltet, das den gesamten Bereich der freiwilligen Leistungen der Kommune zur Diskussion stellt.
In der Zeit vom 18. Januar bis zum 16. Februar 2011 können die Bürger auf der Plattform Spar- und Einnahmevorschläge zum Haushalt der Stadt Bonn kommentieren und bewerten. Bis zum 9. Februar können Sie eigene Bürgervorschläge machen. Diese fliessen in die Diskussion des Stadtrates ein und sollen bei der Entscheidungsfindung berücksichtigt werden. Wer keinen eigenen Internetzugang hat, kann sich über städtische Infoterminals zu den üblichen Öffnungszeiten beteiligen.
Mehr Bügerbeteiligung ist ja eine Forderung, die auf der Tagesordnung steht. Insoweit eine gute Sache. Gespannt bin ich auf die Ergebnisse – Was soll aus Sicht der Bonner eingespart werden? Wo sollen die Einnahmen erhöht werden? Wird hier das Sankt-Florian-Prinzip walten?

LOHA-Brause wechselt die Seiten

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Ja, wieder eine Vereinnahmung – »Bionade« wechselt (nicht nur hinsichtlich der Eigentumsverhältnisse) die Seiten:

Nachdem die Ökolimo-Firma vom Dr.-Oetker-Konzern gekauft wurde, krempelt sie ihr Sponsoring um. Erste Opfer: Zwei Anti-Gentechnik-Events in Berlin.

Was darf jetzt unbedenklich nachhaltig konsumiert werden??