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So rechnet sich Entwicklungshilfe

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Kredit in Höhe von 100 Millionen an ein afrikanisches Entwicklungsland zur Förderung der Entwicklung:
1. Bedingungen:
a) Rücklzahlung nach zehn Jahren
b) Zinsleistungen
c) Ankauf von Industrieanlagen, Wert : 100 Millionen
2. Auszahlung: 100 Millionen.
3. Verkauf: Industrieanlagen, Wert: 100 Millionen.
4. Einnahmen: 100 Millionen.
5. Rückzahlung: 100 Millionen plus Zinsen.
(aus Ossietzky 9/2010, Autor: Wolfgang Bittner)

Den Griechen wäre mehr geholfen, wenn man akzeptierte, was passiert ist, nämlich eine Staatspleite

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so der Bankmanager Thomas Jorberg, Chef der GLS Bank.

»Die Politik hat nichts aus der Finanzkrise gelernt. Sie muss bestimmte Finanzprodukte verbieten. Die abstrakten Geschäfte bedeuten das größte Risiko und den größten Gewinn. Im Moment überlegt man nur, wie man Risiken abmildern kann. In einer wirklichen Krise ist das zu wenig,« sagte der Vorstandssprecher der GLS-Bank im sonntaz-Gespräch.

Sind die Europäische Währungsunion und der EURO gescheitert? Gescheitert wegen Politikversagen? Ich muss mal nachschauen, ob ich noch irgendwo ein paar DM habe.
By the way – Hat die Regierung den Zoll an den Grenzen zu Liechtenstein und der Schweiz in Alarmbereitschaft versetzt? – da ist doch sicher reger Kofferträgerverkehr zu verzeichnen.

Dazu weiterhin:
Griechen, was nun?
Moody’s warnt vor Ausweitung der griechischen Bankenkrise
Die nächste Welle:
Griechenland sollte durch geregelte Schuldenstreichung entschuldet werden. Sonst bleibt nur der Teufelskreis, alte mit neuen Schulden zu bezahlen.

Tschernobyl im Golf – keine Schadenfreude, aber …

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Die Ölkatastrophe im Golf von Mexico entwickelt sich zu einem tragischen Ereignis für die Anrainer des Golfs. Das Öl strömt weiter und es ist keine Lösung in Sicht. Nicht vorstellbar, wie sich das auf den Golf auswirkt, wenn das noch Monate weiter so geht.
Die Menschen haben mein volles Mitgefühl. Aber: diesmal trifft es nicht irgendeinen fernen Staat, sondern den Hauptverbraucher von Erdöl. Und Verursacher sind große Konzerne, die z.T. auch in den USA beheimatet sind; Flagschiffe des Systems. BP wird dieses Disaster wohl nicht überleben, wenn erst einmal die Schadenersatzforderungen verkündet sind.
Hätte vorher jemand gesagt, derartige Bohrungen in der Tiefsee sind nicht zu beherrschen, wäre er als Miesmacher bezeichnet worden. Der Golf von Mexico erleidet jetzt sein »Tschernobyl«.

Update 03.05.2010:
Erdölkatastrophe wird teuer für BP

Schaffen wir uns eigenes Geld

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Nachdem die sog. Bankenkrise Milliarden an Steuergeldern verschlungen hat und die Banken inzwischen wieder in alter Art und Weise spekulieren (die Regierungen unternehmen nichts dagegen, sind Gesteuerte), kommt jetzt die Länderkrise (Griechenland, Spanien, Portugal und ..). Auch daran haben die Banken sich vorab dumm und dusselich verdient. Auch hier werden wieder Steuergelder verschlungen.
Heute habe ich den »Bankenspiegel« bekommen. Das ist die Zeitschrift der GLS Bank. Darin ein Artikel über den »Chiemgauer«, eine sog. Regionalwährung.

Anfang 2010 wurde das Regiogeld von 565 Unternehmen akzeptiert und von 3.000 Mitgliedern genutzt. Im Umlauf waren über 400.000 Chiemgauer. Die Umsätze des Chiemgauer-Netzwerks lagen im ersten Jahr 2003 bei 70.000 Euro, 2008 bei 3 Mio. Euro und 2009 bei 4 Mio. Euro. Das jährliche Wachstum von 2008 auf 2009 lag bei 21 Prozent. Damit ist der Chiemgauer das derzeit größte Regiogeld-System im deutschsprachigen Raum und eine der erfolgreichsten Komplementärwährungen der Welt.
(Quelle: Wikipedia)

In Anbetracht des Umganges mit den staatliche Währungen, sollten wir uns verstärkt auf das Regiogeld konzentrieren, zumal dies auch den regionalen Gewerbebetrieben zu Gute kommt.

Wie immer – für unser Land und die Freiheit gestorben

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Es wird sich nie etwas ändern. Ob Kaiser, König oder Demokratie – Menschen werden in den Tod geschickt und es werden dann dieselben Reden voller Pathos geschwungen.

Unsere Soldaten wissen um die Gefahren im Kriegsgebiet. Sie erfüllen ihren Auftrag dennoch unerschrocken, pflichtbewusst, verantwortungsvoll und tapfer.
….
… starben nicht allein für eine zerstörte Hoffnung, sondern für die Gewissheit, ihre und unsere Freiheit, das Leben unserer geborenen wie ungeborenen Kinder, unserer Familien zu schützen. Auch und gerade in Afghanistan.

Phrasen ohne Inhalt; dieselbe Rede kann bei nächster Gelegenheit wieder verwendet werden. So ist sie auch schon vor hundert Jahren und davor gehalten worden.

Bei der Gelegenheit – hier sind die Angehörigen der zivilen Toten von Kundus. Was haben unsere Politiker auf der Trauerfeier für diese Toten gesagt? Das Verfahren gegen den Bundeswehroberst Klein wegen des Luftangriffs bei Kunduz ist eingestellt worden. Hat irgendjemand etwas anderes erwartet?

Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) hat die Entscheidung begrüßt. Sie schaffe größtmögliche Rechtssicherheit für die Soldaten im Einsatz, sagte Guttenberg am Montag nach Angaben seines Ministeriums.

Ja dann – munter weiter so?

Fundstelle – anders-besser-leben.de

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Gefunden im Netz – die Initiative anders besser lebenDas Netzwerk für eine zukunftsfähige Lebensweise. Der Ansatz der Initiative:

Wir ermutigen Menschen, ihre persönliche Lebensweise zu verändern und regen einen Austausch über ihre Erfahrungen an.

Wir fördern Aufbruch-Gruppen zur gegenseitigen Unterstützung.

Wir tragen bei zu einer neuen Basisbewegung und kooperieren mit geistesverwandten Organisationen.

Wir machen das Thema “zukunftsfähige Lebensweise” öffentlich, um eine nachhaltige Politik zu erreichen.

Wir möchten eine neue Kultur eigener Kreativität, achtsamer Kommunikation und ganzheitlicher Wahrnehmung entwickeln, besonders in unseren Gruppen und Seminaren.

Der Basistext findet sich hier. Es handelt sich bei der Initiative um ein offenes Netzwerk. Sie besteht aus bisher ca. 2000 Menschen, die den Basistext unterschrieben haben; einem Koordinationskreis, der die organisatorische Arbeit macht; und aus den zur Zeit etwa 20 Aufbruch-Gruppen in deutschen Städten.

Wahlen: Das kleinere Übel

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Der Wahlkampf in NRW hat begonnen; sie nennen es die »heiße Phase«. Was daran ist heiß? Wahrscheinlich bedeutet es lediglich, dass die Parteien sich jetzt so richtig beschimpfen dürfen und Sachargumente noch unwichtiger werden.
Wen wählen? Das kleinere Übel? Das ist dann immer noch ein Übel! Und die fassen das dann auch noch als Zustimmung auf!
Nicht wählen kommt nicht in Frage – also die Stimme ungültig machen? Noch ist Zeit, eine Entscheidung reifen zu lassen.

Wo ist dein Bruder …ẞ? [2]

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Und der HERR sprach zu Kain: »Wo ist dein Bruder Abel?« Und er sprach: »Ich weiß nicht. Bin ich’s, der meinen Bruder bewahrt?« Dieses Bibelzitat fällt mir – ohne dass ich einer Religion angehöre – oft ein, wenn ich Lese oder Höre, wie wir auf Kosten anderer Menschen unser Wohlleben erhalten. Darüber in dieser Kategorie und unter der Überschrift die entsprechenden Anlässe.

Sie sind so schön billig, die Blumen an der Kasse der Discount-Märkte. 10 Rosen für 2,99 EUR, Mitten im Winter. Sie kommen aus Afrika, werden dort angebaut, auf Böden, die dadurch nicht mehr für die Ernährung der Afrikaner zur Verfügung stehen. Auch Paprika, Tomaten und anderes Gemüse für den europäischen Markt und die reichen Länder des Nahen Ostens. Fruchtbares Land in Afrika wird Gegenstand von Spekulationen von westlichen Investmentgesellschaften; die einheimischen Bauern können da nicht mehr mithalten.

Nach Angabe des in Montreal ansässigen Forschers Devlin Kuyek, werden Investitionen in Afrika von vielen Regierungen als neue Möglichkeit betrachtet, die eigene Versorgung mit Lebensmitteln zu sichern. »Die reichen Länder haben nicht nur deshalb ein Auge auf Afrika geworfen, weil sich ihre Investitionen hier gut amortisieren lassen, sie betrachten dies auch als eine Art Versicherungspolice. 2008 gab es in 28 Ländern Lebensmittelunruhen, die Wasservorräte gehen weltweit zur Neige, Klimawandel und enormes Bevölkerungswachstum haben das Land attraktiver gemacht. Afrika hat das meiste Land und ist, verglichen mit anderen Länder, billig«, so Kuyek weiter. Viele Nichtregierungsorganisationen und Einheimische verurteilen diese Verträge als »neuen Kolonialismus«, der die Menschen von ihrem Land vertreibt und ihnen die ohnehin schon knappen Ressourcen entzieht.

Statt den Menschen zu helfen, menschenwürdig zu leben, geht es auch hier nur ums Verdienen. Als Alibi werden dann Almosen, als Entwicklungshilfe verbrämt, verteilt. Und auch daran verdienen die Geber.

Ändern Sie das, Herr Wiefelspütz

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In einem Artikel im »der Freitag« schreibt Dieter Wiefelspütz, innenpolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion u.a.:

Untersuchungsverfahren haben in der parlamentarischen Demokratie eine wichtige Aufgabe zu erfüllen. Die Untersuchungsausschüsse sollen das Parlament bei seiner Arbeit unterstützen und seine Entscheidungen vorbereiten. Das Schwergewicht der Untersuchungen liegt naturgemäß in der parlamentarischen Kontrolle von Regierung und Verwaltung, insbesondere in der Aufklärung von in den Verantwortungsbereich der Regierung fallenden Vorgängen, die auf Missstände hinweisen. Gerade solcher Kontrolle kommt im Rahmen der Gewaltenteilung besonderes Gewicht zu.

Liest sich gut – aber …

Ja, der Untersuchungsausschuss ist auch Theater. Damit wird das Parlament nicht verächtlich gemacht. Denn das Parlament ist immer auch Theater gewesen und wird es auch bleiben. Seit das Fernsehen Einzug in Untersuchungsausschüsse gefunden hat, haben sich die theatralischen Elemente eher verstärkt. Man mag das beklagen, aber es geht auch in einer demokratisch-politischen Auseinandersetzung nie nur um die Sache. Die Performance ist wichtig, die Farbe der Krawatte, der modische Anzug, das Kostüm. Kurz: der Auftritt macht es. Das gilt für die Abgeordneten, die als Mitglieder des Untersuchungsausschusses agieren und noch mehr für die Zeugen, die im Untersuchungsausschuss von den Abgeordneten befragt werden.

»Man mag das beklagen, aber es geht auch in einer demokratisch-politischen Auseinandersetzung nie nur um die Sache.« – 10 Punkte für Ehrlichkeit, 20 Punkte Abzug für Resignation?