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	<title>HFs Libreta &#187; Verantwortung</title>
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	<description>Texte und Photos / Kann Spuren von Sinn enthalten</description>
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		<title>Kinderlos &#8211; bin ich ein Sozialschmarotzer?</title>
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		<pubDate>Sun, 19 Feb 2012 13:59:10 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[ir haben keine Kinder. Warum dies so ist, geht nur uns etwas an. Wir haben 43 Jahre gearbeitet, Steuern und Sozialabgaben gezahlt. Das ist anscheinend nicht ausreichend. Kinderlose wie wir, sollen mehr Sozialabgaben zahlen, wenn es nach Mitgliedern der CDU geht. a kinderlos, haben wir von unserem Einkommen einen entsprechend hohen Satz an Steuern gezahlt. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span class="dropcap">W</span>ir haben keine Kinder. Warum dies so ist, geht nur uns etwas an. Wir haben 43 Jahre gearbeitet, Steuern und Sozialabgaben gezahlt. Das ist anscheinend nicht ausreichend. Kinderlose wie wir, sollen <a href="http://www.sueddeutsche.de/politik/sondersteuer-fuer-kinderlose-junge-gruppe-in-der-union-ignoriert-machtwort-merkels-1.1285443">mehr Sozialabgaben zahlen</a>, wenn es nach Mitgliedern der CDU geht.</p>
<p><span class="dropcap">D</span>a kinderlos, haben wir von unserem Einkommen einen entsprechend hohen Satz an Steuern gezahlt. Die Sozialabgaben orientierten sich an unserem Gehalt, welches vielleicht weil wir kinderlos waren, h&#246;her war, als das von Arbeitenden mit Kindern und somit auch zu h&#246;heren Sozialabgaben f&#252;hrte. Von unseren Steuern wurde und wird u.a. auch das Bildungssystem bezahlt und auch Kindergeld wird aus Abgaben gezahlt, f&#252;r die wir mit aufkommen. Unsere Krankenversicherungsbeitr&#228;ge enthielten auch Anteile daf&#252;r, das Kinder im Rahmen der Krankenversicherung der Eltern ohne besonderen Beitrag versichert sind.</p>
<p><span class="dropcap">W</span>ir sind f&#252;r eine dauerhafte Erhaltung unseres Sozialsystems, wozu auch das Rentensystem geh&#246;rt. Das Rentensystem basiert auf dem Solidarprinzip; die Beitragszahlung orientiert sich am Gehalt, ist ein einheitlicher Prozentsatz (und wurde gerade von der CDU-gef&#252;hrten Regierung <a href="http://www.bundesregierung.de/Content/DE/Artikel/2011/11/2011-11-16-rentenbeitragssatz.html">reduziert</a>). Es steht anscheinend gut um unser Rentensystem! </p>
<p><span class="dropcap">W</span>enn Kinderlose k&#252;nftig mit einer &raquo;Sondersteuer&laquo; belegt werden sollen &#8211; bekommen sie diese erstattet, wenn sie sp&#228;ter doch noch Kinder bekommen? M&#252;sste &#8211; um es gerecht zu machen &#8211; dann nicht auch eine &raquo;Sondersteuer&laquo; abh&#228;ngig von der Kinderzahl gezahlt werden? Denn je mehr Kinder, desto mehr k&#252;nftige Beitragszahler.</p>
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		<title>Jede Generation fragt wieder neu</title>
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		<pubDate>Fri, 20 Jan 2012 16:18:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>HF</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
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		<description><![CDATA[eulich ein Interview mit einem &#187;Wendekind&#171;, einer jungen Frau, die 1990 zehn Jahre alt war und jetzt ein Buch geschrieben hat, in dem sie ihre Wendeerfahrungen schildert/verarbeitet. Die Interviewerin fragt, was ihre Eltern zu dem Buch sagen, ob sie sich mit den Eltern &#252;ber deren Leben in der DDR unterhalten hat. Hat sie und auch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span class="dropcap">N</span>eulich ein Interview mit einem &raquo;Wendekind&laquo;, einer jungen Frau, die 1990 zehn Jahre alt war und jetzt ein Buch geschrieben hat, in dem sie ihre Wendeerfahrungen schildert/verarbeitet. Die Interviewerin fragt, was ihre Eltern zu dem Buch sagen, ob sie sich mit den Eltern &#252;ber deren Leben in der DDR unterhalten hat. Hat sie und auch die Frage gestellt, wie sie, die Eltern, das denn alles mitmachen konnten; sie h&#228;tten doch gewusst, was da so alles schief l&#228;uft und welche Grausamkeiten im Namen des Sozialismus begangen wurden.</p>
<p><span class="dropcap">D</span>iese Frage (sinngem&#228;&#223;) wurde auch der Generation gestellt, die ihr Leben im sog. Dritten Reich gelebt hat; damals, in den Sechzigern mussten sie sich das beantworten. Beide Generationen konnten es nicht legitimieren, dass sie nicht gegen das jeweilige Regime aufgestanden sind, das sie sich nicht verweigert haben. Das Leben hat sich so ergeben, k&#246;nnte man als Begr&#252;ndung sagen. Eine Entschuldigung ist das nicht.</p>
<p><span class="dropcap">W</span>as werden wir gefragt, irgendwann? Unrecht, Grausamkeiten, vergleichbar mit dem, was im Dritten Reich oder der DDR geschah, sind in der Bundesrepublik gl&#252;cklicherweise nicht zu beklagen. Aber k&#246;nnen wir den Fragen k&#252;nftiger Generationen entspannt entgegen sehen? Welche Fragen k&#246;nnten uns gestellt werden?</p>
<ol>
<ul><b>Warum habt ihr nichts gegen den Hunger in der Welt getan?</b></ul>
<ul><b>Warum habt ihr nichts gegen Folter in der Welt unternommen?</b></ul>
<ul><b>Warum habt ihr zugelassen, das sp&#228;tere Generationen mit eurem Wohlstandsm&#252;ll belastet werden?</b></ul>
<ul><b>Warum habt ihr nicht fr&#252;h genug etwas gegen den umweltzerst&#246;renden Individualverkehr unternommen?</b></ul>
</ol>
<p><span class="dropcap">D</span>ies w&#228;ren nur ein paar m&#246;gliche Fragen; es gibt noch mehr, viel mehr. Unsere Antworten darauf werden genauso hilflos sein, wie die Antworten der fr&#252;heren Genrationen auf die Fragen zu deren Mitl&#228;uferschaft.</p>
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		<title>Fragmente [26]</title>
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		<pubDate>Wed, 21 Dec 2011 15:18:10 +0000</pubDate>
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				<category><![CDATA[Fragmente]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
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		<description><![CDATA[Wird jemand &#187;unverschuldet&#171; arm, haben wir Mitleid; ihm wird geholfen, manchmal widerwillig. Dem &#187;Wiederholungst&#228;ter&#171; wird die Hilfe irgendwann versagt. Wird jemand &#187;unverschuldet&#171; reich (dann sagt man &#187;unverdient&#171;) wird er beneidet, obwohl er es nicht verdient hat. Ihm m&#252;&#223;te auch geholfen werden, indem man ihm von einem Gro&#223;teil seines Reichtums entlastet, den er ja nicht verdient [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wird jemand &raquo;unverschuldet&laquo; arm, haben wir Mitleid; ihm wird geholfen, manchmal widerwillig. Dem &raquo;Wiederholungst&#228;ter&laquo; wird die Hilfe irgendwann versagt.<br />
Wird jemand &raquo;unverschuldet&laquo; reich (dann sagt man &raquo;unverdient&laquo;) wird er beneidet, obwohl er es nicht verdient hat. Ihm m&#252;&#223;te auch geholfen werden, indem man ihm von einem Gro&#223;teil seines Reichtums entlastet, den er ja nicht verdient hat.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>K&#252;nftige Generation sendet Nachricht</title>
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		<pubDate>Sat, 03 Dec 2011 18:19:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>HF</dc:creator>
				<category><![CDATA[Verantwortung]]></category>
		<category><![CDATA[generationen]]></category>
		<category><![CDATA[miteinander]]></category>
		<category><![CDATA[zukunft]]></category>

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		<description><![CDATA[Sie senden keinen Terminator, lediglich eine Nachricht, mit der uns &#252;bermittelt wird, was wir zur Zeit alles falsch machen, was wir besser machen k&#246;nnen, die eine Bitte nach einem Plan enth&#228;lt, in dem die Lagerst&#228;tten der giftigen oder radioaktiven Stoffe verzeichnet sind. W&#252;rden wir uns darum k&#252;mmern?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sie senden keinen Terminator, lediglich eine Nachricht, mit der uns &#252;bermittelt wird, was wir zur Zeit alles falsch machen, was wir besser machen k&#246;nnen, die eine Bitte nach einem Plan enth&#228;lt, in dem die Lagerst&#228;tten der giftigen oder radioaktiven Stoffe verzeichnet sind.<br />
W&#252;rden wir uns darum k&#252;mmern?</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Nachrichten aus der Petrischale [1]</title>
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		<pubDate>Thu, 01 Dec 2011 09:48:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>HF</dc:creator>
				<category><![CDATA[Natur]]></category>
		<category><![CDATA[Verantwortung]]></category>

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		<description><![CDATA[Wir leben wie eine Bakterienkolonie in einer Petrieschale. Unter der &#220;berschrift &#187;Nachrichten aus der Petrischale&#171; hier Texte, Berichte aus der Petrischale, die zeigen, wie wir trotz Wissen &#252;ber die Begrenztheit der &#187;N&#228;hrl&#246;sung&#171; in der Petrischale so leben, als g&#228;be es keine Grenzen. Wir leben wie die Bakterien, vermehren uns und leben ungehemmt, bis die N&#228;hrl&#246;sung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_2321" class="wp-caption alignright" style="width: 248px"><a href="http://www.pixelio.de/media/552607"><img src="http://notizen.normalzeit.eu/wp-content/uploads/2011/12/petrischale.jpg" alt="Petrischale - Image von Carsten J&#252;nger, pixelio.de" title="petrischale, von Carsten J&#252;nger, pixelio.de" width="238" height="159" class="size-full wp-image-2321" /></a><p class="wp-caption-text">Image von Carsten J&#252;nger, pixelio.de</p></div>
<p><i>Wir leben wie eine Bakterienkolonie in einer Petrieschale. Unter der &#220;berschrift &raquo;Nachrichten aus der Petrischale&laquo; hier Texte, Berichte aus der Petrischale, die zeigen, wie wir trotz Wissen &#252;ber die Begrenztheit der &raquo;N&#228;hrl&#246;sung&laquo; in der Petrischale so leben, als g&#228;be es keine Grenzen. Wir leben wie die Bakterien, vermehren uns und leben ungehemmt, bis die N&#228;hrl&#246;sung aufgebraucht ist oder wir an den Stoffwechselabf&#228;llen unserer Lebensweise zugrunde gehen. Der Spruch: &raquo;Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun.&laquo; gilt nicht f&#252;r uns, denn wir wissen, was wir tun.</i></p>
<p>Naheliegend f&#252;r den ersten Bericht ist die sog. <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/UN-Klimakonferenz">UN-Klimakonferenz</a>, auch (Welt-)Klimagipfel oder Welt-Klimakonferenz, die z.Zt. <a href="http://www.bmu.de/klimaschutz/internationale_klimapolitik/17_klimakonferenz/doc/47319.php">in Durban</a> stattfindet. Sie wird, trotz der bekannten prek&#228;ren Lage, wirkungslos enden.<br />
Der immer gern gebrachte Satz: &raquo;Wir m&#252;ssen an die zuk&#252;nftigen Generationen denken, ihnen eine bewohnbare Erde &#252;berlassen.&laquo; (oder &#228;hnliche Spr&#252;che), ist eine der gr&#246;&#223;ten, zur Zeit in Gebrauch befindlichen Phrasen. W&#252;rde dies ernst gemeint, h&#228;tten wir schon vor vielen Jahren anders verfahren m&#252;ssen. Das impliziert aber einen Verzicht auf ungebremstes Wachstum in heutiger Zeit, denn es soll ja etwas f&#252;r die kommenden Generationen &#252;brig bleiben, oder?<br />
Aber &raquo;verzichten&laquo; ist eines der in unserer Zeit meistgehassten Worte. Wir Deutsche w&#252;rden zwar auf Fernreisen und Autos verzichten, aber nur dann, wenn das Geld, das uns zur Verf&#252;gung st&#252;nde, knapp w&#252;rde &#8211; und nicht etwa, weil sich Autos und Fernreisen klima- und umweltsch&#228;dlich auswirken. Der Gedanke an k&#252;nftige Generationen taucht in diesem Zusammenhang nicht auf. Es liegt anscheinend nicht in &raquo;unserer Natur&laquo;, &#252;ber unsere Generation hinaus zu denken. Fr&#252;here Generationen haben ja auch nicht an uns gedacht, oder? Wir schaffen es ja nicht einmal, an unsere Generation zu denken &#8211; wie die Bakterien in einer Petrischale.</p>
<p><b>Etwas zum Thema:</b><br />
<a href="http://www.woz.ch/artikel/rss/21443.html">In Durban wirds keinen Durchbruch geben</a><br />
<a href="http://www.taz.de/Klimawandel-in-Indonesien/!82842/">KLIMAWANDEL IN INDONESIEN Der Hintern der Welt</a><br />
<a href="http://www.nzz.ch//nachrichten/politik/international/rueckschlag_fuer_klimafonds_1.13471661.html">R&#252;ckschlag f&#252;r Klimafonds</a><br />
<a href="http://www.nzz.ch/nachrichten/hintergrund/wissenschaft/co_2_-einlagerung_im_grossen_stil_1.13461640.html">CO2-Einlagerung im grossen Stil</a> (anstatt Verzicht)<br />
<a href="http://www.nzz.ch/nachrichten/hintergrund/wissenschaft/das_klima_verduestert_sich_1.13429358.html">Das Klima verd&#252;stert sich</a><br />
<a href="http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/klimaforschung-eine-wissenschaft-in-der-falle-der-eigenen-wichtigkeit-11544483.html">Klimaforschung Eine Wissenschaft in der Falle der eigenen Wichtigkeit</a><br />
<a href="http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/das-novemberwetter-so-trocken-wie-noch-nie-11546523.html">Das Novemberwetter So trocken wie noch nie</a><br />
<a href="http://www.bmu.de/klimaschutz/internationale_klimapolitik/17_klimakonferenz/doc/48061.php">Die Weltklimakonferenz in Durban Marathon zu einer umfassenden Klimaschutzarchitektur (&#8220;Marathon statt Kurzstrecke&#8221;)</a> (haben wir die Zeit f&#252;r einen Marathon?)</p>
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		</item>
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		<title>Warum schweigt die schweigende Mehrheit?</title>
		<link>http://notizen.normalzeit.eu/2011/11/28/warum-schweigt-die-schweigende-mehrheit/</link>
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		<pubDate>Mon, 28 Nov 2011 05:41:59 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Immer wieder lese und h&#246;re ich von der sog. schweigenden Mehrheit. Nur eine Minderheit artikuliert sich und h&#228;lt den Laden am Laufen. In Griechenland haben z.B. ca. 100.000 Menschen gegen den Sparkurs demonstriert (Einwohner: ca. 10,8 Mio.). Das Verh&#228;ltnis der Demonstranten in &#196;gypten zur Einwohnerzahl d&#252;rfte mindestens &#228;hnlich sein. Bei solchen Zahlen f&#228;llt mir das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Immer wieder lese und h&#246;re ich von der sog. schweigenden Mehrheit. Nur eine Minderheit artikuliert sich und h&#228;lt den Laden am Laufen. In Griechenland haben z.B. ca. 100.000 Menschen gegen den Sparkurs demonstriert (<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Griechenland">Einwohner</a>: ca. 10,8 Mio.). Das Verh&#228;ltnis der Demonstranten in &#196;gypten zur Einwohnerzahl d&#252;rfte mindestens &#228;hnlich sein.<br />
Bei solchen Zahlen f&#228;llt mir das <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Paretoprinzip">Paretoprinzip</a> ein, obwohl dieses Prinzip von einer 80:20-Verteilung ausgeht und somit viel optimistischer hinsichtlich der Menge der wesentlichen Minderheit ist. Die Berechtigung einer Anwendung des Paretoprinzips auf gesellschaftliche Vorg&#228;nge und Kr&#228;fteverh&#228;ltnisse ist sicher zweifelhaft, wenn nicht gar weit hergeholt, aber auch hier zeigt sich, das eine Minderheit (egal, wie hoch die prozentualen Verh&#228;ltnisse sind) der Beweger, der &#196;nderer ist. Die Frage, die ich mir stelle: Warum schweigt die schweigende Mehrheit?</p>
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		<title>Schuldenkrise, relativiert</title>
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		<pubDate>Fri, 18 Nov 2011 09:44:38 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[pessimismus]]></category>
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		<description><![CDATA[Wir kennen z.Zt. (oder eigentlich ist immer nur ein Thema, &#252;ber das sich echauffiert wird) nur die Schuldenkrise, die Rettung Europas (was ist da eigentlich zu retten?). Schaut man auf andere L&#228;nder, Lebenssituationen, relativiert sich das ganz schnell und besch&#228;mt uns noch dazu. Die verzweifelte Lage am Horn von Afrika treibt j&#228;hrlich Tausende in die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wir kennen z.Zt. (oder eigentlich ist immer nur ein Thema, &#252;ber das sich echauffiert  wird) nur die Schuldenkrise, die Rettung Europas (was ist da eigentlich zu retten?). Schaut man auf andere L&#228;nder, Lebenssituationen, relativiert sich das ganz schnell und besch&#228;mt uns noch dazu.<br />
Die verzweifelte Lage am Horn von Afrika treibt j&#228;hrlich Tausende in die Flucht und in die H&#228;nde skrupelloser Menschenschmuggler. Wer es trotzdem schafft, den Golf von Aden zu &#252;berqueren, findet unerwartete Hilfe im Jemen. Dort hilft die jemenitische <i>Society for Humanitarian Solidarity (SHS)</i> den Fl&#252;chtlingen.</p>
<blockquote><p>Aussergew&#246;hnlich sind vor allem die Umst&#228;nde, unter denen die SHS ihren Einsatz leistet: Der Jemen ist das &#228;rmste Land auf der arabischen Halbinsel, fast vierzig Prozent der einheimischen Bev&#246;lkerung leiden an Hunger, knapp die H&#228;lfte kann nicht lesen und schreiben, seit Jahrzehnten schon schwelen Konflikte, immer wieder kommt es zu bewaffneten Auseinandersetzungen. Schlimmer noch ist es jenseits des Golfs, wo B&#252;rgerkrieg und D&#252;rre die Menschen in die klapprigen Boote von Schlepperbanden treiben. Rund 65 000 somalische Fl&#252;chtlinge sind seit Anfang Jahr an den felsigen K&#252;sten des Jemen gestrandet. So viele waren es noch nie.</p></blockquote>
<p>Nur wer wenig hat, wei&#223;, was Solidarit&#228;t bedeutet.</p>
<p>via <a href="http://www.woz.ch/artikel/rss/21267.html">WOZ</a></p>
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		<title>Wo ist dein Bruder …? [5]</title>
		<link>http://notizen.normalzeit.eu/2011/11/16/wo-ist-dein-bruder-5/</link>
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		<pubDate>Wed, 16 Nov 2011 19:55:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>HF</dc:creator>
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		<category><![CDATA[ausbeutung]]></category>
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		<category><![CDATA[tod]]></category>

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		<description><![CDATA[Und der HERR sprach zu Kain: &#187;Wo ist dein Bruder Abel?&#171; Und er sprach: »Ich wei&#223; nicht. Bin ich’s, der meinen Bruder bewahrt?« Dieses Bibelzitat f&#228;llt mir – ohne dass ich einer Religion angeh&#246;re – oft ein, wenn ich Lese oder H&#246;re, wie wir auf Kosten anderer Menschen unser Wohlleben erhalten. Dar&#252;ber in dieser Kategorie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><i>Und der HERR sprach zu Kain: &raquo;Wo ist dein Bruder Abel?&laquo; Und er sprach: »Ich wei&#223; nicht. Bin ich’s, der meinen Bruder bewahrt?« Dieses Bibelzitat f&#228;llt mir – ohne dass ich einer Religion angeh&#246;re – oft ein, wenn ich Lese oder H&#246;re, wie wir auf Kosten anderer Menschen unser Wohlleben erhalten. Dar&#252;ber in dieser Kategorie und unter der &#220;berschrift die entsprechenden Anl&#228;sse.</i></p>
<p>Sie versuchen ihren Lebensunterhalt zu verdienen, indem sie in gigantischen Abfall&raquo;deponien&laquo; nach verwertbaren Metall suchen &#8211; unter unbeschreiblichen Umst&#228;nden, wie die Bilder bei <a href="http://www.boston.com/bigpicture/">The Big Picture</a> zeigen.</p>
<blockquote><p><a href="http://www.boston.com/bigpicture/2011/11/dangerous_work_the_mine_in_gua.html"><b>Dangerous work: &#8220;The Mine&#8221; in Guatemala City</b></a><br />
In Guatemala City, a place called &#8220;The Mine&#8221; can deliver both a means of survival and a grisly death. Every day, dozens of residents salvage a living by scouring the massive dump for scrap metal. Facing the threat of mudslides, collapses, and disease, they can potentially earn twice the daily minimum wage.</p></blockquote>
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		<title>Der Brahmane und die alte Frau</title>
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		<pubDate>Thu, 10 Nov 2011 14:56:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>HF</dc:creator>
				<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Verantwortung]]></category>
		<category><![CDATA[ändern]]></category>
		<category><![CDATA[generationen]]></category>
		<category><![CDATA[glück]]></category>
		<category><![CDATA[lernen]]></category>
		<category><![CDATA[vernunft]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Brahmane ist ungl&#252;cklich, weil er trotz seiner Forschungen, trotz er Andere belehrt, er nicht wei&#223;, woher er kommt, noch was er ist oder wohin er geht und was aus ihm wird. Ein altes Weib, arm und gl&#252;cklich, macht sich keine Gedanken, ist zufrieden, wenn sie sich in den Wassern des Ganges waschen kann. Der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Brahmane ist ungl&#252;cklich, weil er trotz seiner Forschungen, trotz er Andere belehrt, er nicht wei&#223;, woher er kommt, noch was er ist oder wohin er geht und was aus ihm wird.<br />
Ein altes Weib, arm und gl&#252;cklich, macht sich keine Gedanken, ist zufrieden, wenn sie sich in den Wassern des Ganges waschen kann.<br />
Der Brahmane will nicht tauschen, will nicht das Gl&#252;cklichsein der alten Frau eintauschen gegen die Aufgabe seines Wissens: gl&#252;cklich, aber dumm, ist f&#252;r ihn kein annehmbares Angebot. Auf diese Art Gl&#252;ck will er verzichten.</p>
<p>Gelesen habe ich diese Parabel das erste mal mit Mitte Zwanzig, in einer Phase des Suchens. Damals war dieser Text eine Hilfe. Trotz Nachdenken, Lesen, mehr Wissen erwerben nicht gl&#252;cklicher, nicht zufriedener werden &#8211; nicht nur mir schien es so zu gehen. Und der Weg zur&#252;ck war nicht m&#246;glich; wieder &raquo;dumm&laquo;, wieder unwissender zu werden, ist keine m&#246;gliche Option.</p>
<p>Ist Gl&#252;ckichsein das anzustrebende Ziel? Hindert Denken, nach Wissen streben am Gl&#252;cklichsein? Dann m&#252;sste ich es aufgeben, sofern dieses Gl&#252;cklichsein das Ziel ist.</p>
<p>Ich k&#252;mmere mich um nichts, nehme alles hin, bin gl&#252;cklich oder ich engagiere mich, erwerbe Wissen, versuche zu &#228;ndern, was mir nicht passt, aber bin dann zwangsl&#228;ufig ungl&#252;cklich, da ich selten das Angestrebte erreiche. Fr&#252;her war dies so, fr&#252;her war ich in diesem Sinne ungl&#252;cklich. Heute bin ich gl&#252;cklich, obwohl ich nicht alles erreiche, vieles nicht wei&#223;. Ein gro&#223;es Gl&#252;ck ist f&#252;r mich der Wissenserwerb, dieses Wissen ab und an anwenden, etwas damit bewegen zu k&#246;nnen. </p>
<p><a href='http://notizen.normalzeit.eu/wp-content/uploads/2011/11/guter_brahmane.pdf'>Geschichte eines guten Brahmanen, von <i>Voltaire</i> (PDF, 33kB)</a></p>
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		<title>Kurze Auszeit, statt etwas zu ver&#228;ndern</title>
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		<pubDate>Sun, 30 Oct 2011 09:05:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>HF</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
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		<category><![CDATA[ironie]]></category>
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		<description><![CDATA[Heft 43/2011 des &#187;S&#252;ddeutsche Zeitung Magazin&#171; hat als Hauptthema &#187;nette Gastgeber&#171; &#8211; Egal, wie weit wir fahren: Am sch&#246;nsten ist Urlaub da, wo wir uns sofort daheim f&#252;hlen. S&#252;dtirol, Neuseeland, Kloster Athos, die Abruzzen, Bali, Kyoto, Chile, Indien. S&#228;tze wie: &#187;Der Dalai Lama brach in Tr&#228;nen aus, als er hier war – so sch&#246;n ist [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heft <a href="http://sz-magazin.sueddeutsche.de/texte/liste/h/201143">43/2011</a> des &raquo;S&#252;ddeutsche Zeitung Magazin&laquo; hat als Hauptthema &raquo;nette Gastgeber&laquo; &#8211; <i>Egal, wie weit wir fahren: Am sch&#246;nsten ist Urlaub da, wo wir uns sofort daheim f&#252;hlen</i>.<br />
S&#252;dtirol, Neuseeland, Kloster Athos, die Abruzzen, Bali, Kyoto, Chile, Indien. S&#228;tze wie: &raquo;Der Dalai Lama brach in Tr&#228;nen aus, als er hier war – so sch&#246;n ist es.&laquo;, &raquo;Man muss nicht religi&#246;s sein, um hier das Paradies zu finden.&laquo; oder &raquo;In der Klosterrepublik leben die M&#246;nche nicht in einer anderen Zeit, aber v&#246;llig anders als der Rest der Welt. Ein idealer Zufluchtsort f&#252;r junge Griechen, die genug von der Krise haben.&laquo; zeigen, das es hier in Richtung Idylle, kurzeitig abwenden von der Wirklichkeit, geht. Es wird Kraft getankt, um danach wieder mitzuschwimmen im Strom, den man als Belastung empfindet, aber als nicht &#228;nderbar hinnimmt. 14 Tage, vielleicht 3 Wochen, mehr Ausstieg geht nicht. Danach wird wieder mitgeschwommen, aber dar&#252;ber r&#228;soniert, wie schlimm das alles ist und wie gut es doch die Leute haben, die zwar (materiell) &#228;rmer als wir sind, daf&#252;r aber gl&#252;cklicher. (Um zu diesen gl&#252;cklichen Menschen zu kommen, muss man allerdings Geld haben!)<br />
<b>Die Zeit ist gerade g&#252;nstig &#8211; werde &#228;rmer, aber gl&#252;cklicher!</b> </p>
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