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Texte und Photos / Kann Spuren von Sinn enthalten

Cyberspace als öffentlicher Raum oder ein Einkaufszentrum?

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Evgeny Morozow in seinem Artikel »Back to the Roots: Cyberspace als öffentlicher Raum«

In den Anfängen des Web 2.0 – also der Internetseiten der zweiten Generation, die über dynamische, gemeinschaftlich nutzbare Inhalte verfügten oder soziale Netzwerke bildeten – erschienen viele dieser Probleme als imaginär: Warum sollte man sich die Mühe machen, Tweets und Blog-Beiträge zu erhalten, wo sie doch ohne weiteres online wiederzufinden sind? Heute jedoch, wo bekannte Dienste wie Digg, Flickr oder Delicious schwere Zeiten durchmachen, können wir uns ganz und garnicht darauf verlassen, dass unsere Daten dort gut aufgehoben sind – denn möglicherweise stehen sie bald vor dem Untergang.

Um einige Grundfragen hinsichtlich der Gemeinschaftsaspekte des Internet hat man sich einfach gedrückt. Wer würde den Müll entsorgen und Betrugsfällen nachgehen – sich also um spamming and scamming kümmern? Wer wäre für die Erhaltung von historisch Erinnernswerten verantwortlich, also für die kurzlebigen Tweets und Blog-Beiträge, die im digitalen Loch zu verschwinden drohen? Wer würde sich mit der Umweltverschmutzung im Cyberspace befassen – also mit heimtückischen Praktiken wie der »Suchmaschinen-Optimierung« oder content farms, die banale Inhalte produzieren, um Werbeeinnahmen zu erzielen? Wer könnte die Würde der Online-Bürger schützen? Wer würde ihre Intimsphäre gewährleisten und sie vor übler Nachrede, vor Verunglimpfung bewahren?

Es ist an der Zeit, sich zu entscheiden, ob das Internet wie ein Einkaufszentrum aussehen soll – oder ob es ein Ort wird, wo demokratische Öffentlichkeit vorherrscht.

Spießig? – von wegen!

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Was war das spießig, damals, als ich jung war! Wer wollte als Jugendlicher schon einen Schrebergarten haben oder in einem Schrebergarten mitarbeiten. Genauso erging es dem Wohnwagenurlaub. Was haben wir die Wohnwagenurlauber belächelt – wenn Camping, dann mit Rucksack und Zelt.
Das ist heute alles anders. »Urban gardening« oder auch »Urban agriculture« ist hipp, nichts mehr von Spießigkeit. Und auch die Wohnwagen sind in – natürlich im Retrostil. Was könnte als Nächstes (wieder) kommen? Warten wir es ab und amüsieren uns!

Deutscher Schäferhund – ein deutsches Denkmal stürzt

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Und wieder sind es Ausländer, die ein deutsches Arbeitsgebiet okkupieren und ein urdeutsches Denkmal vom Sockel stürzen:

Kuscheliges Fell, treuer Blick, sanftes Wesen: Der Schäferhund ist noch der Lieblingshund der Deutschen, und auch weltweit nimmt er einen Spitzenplatz auf der Beliebtheitsskala ein. Bei der Polizei nützt ihm das seit einiger Zeit weniger. Hier wird er als Schutz- und Suchhund nach und nach verdrängt – von einem belgischen Artgenossen, der mutiger und entschlossener ist.

Kann der belgische Schäferhund deutsch? Lässt er sich durch Fritten und belgisches Bier von der Verbrecherverfolgung ablenken? Vertritt er die deutschen Interessen bei Grenzkonflikten energisch genug? Alles Fragen, die zu klären sind, bevor wir dieses hoheitliche Arbeitsfeld den ausländischen Arbeitnehmern überlassen – bevor es zu spät ist!

Erstes Social-Media-Paket finanziert

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Bei Blogpaten:

Die Inititative nischenThema im Verbund mit dem Netzwerk der Blogpaten unterstützt öko-soziale Projekte beim Online-Networking. Ganz besonders freuen wir uns, wenn wir Partner finden, die ein Social-Media-Paket finanzieren!!! Das erlaubt uns neben dem auf Freiwilligkeit und Spontanität beruhenden Online-Networking auch verbindliche Projektarbeit.

Vielen Dank an Dirk Jendreck, Unternehmer aus Berlin (KLARA – Redaktionssysteme), der den Verein Kinder Pflege Netzwerk mit einem von ihm finanzierten Social-Media-Paket unterstützt.

Ausführliche Infos zum Social-Media-Paket gibt es auf www.nischenthema.de.

Bezeichnen entbindet von Verstehen

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Nichts beunruhigt uns Menschen mehr, als das Nichtverstehen. Ist etwas neu, tritt etwas auf, mit dem wir bisher nicht konfrontiert wurden, sind wir froh, wenn jemand schnell eine Bezeichnung dafür findet, mit der wir etwas anfangen können, das die Beunruhigung beendet. Terrorakte werden zur Normalität, wenn sie dem Islam zugeordnet werden können. Das haben wir schon hundert-, ja tausendmal gelesen und gehört und es beunruhigt uns nicht mehr, als Sonnenauf- und -untergang.
Ähnlich sieht es mit der Bezeichnung »Wutbürger« aus. Ob Stuttgart, Tunesien, Spanien oder Israel – alles Wutbürger. Eine Beschäftigung mit den speziellen Hintergründen ist damit obsolet und es ist einfach, zur Tagesordnung überzugehen.
Ein banaleres Beispiel: Mario Götze spielt einen Fussball, wie wir ihn von deutschen Fussballern nicht gewohnt sind. Mit der Bezeichnung »Götzinho« ist geklärt, warum dies so ist. Man muss sich nicht mit einer Erklärung beschäftigen. Er ist halt der bessere Brasilianer.

Ein Versuch, Gold zu essen

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wird nicht scheitern; auch trinken kann man es, wie das »Danziger Goldwasser« zeigt. Ernähren kann man sich von Gold aber nicht; der Nährwert tendiert gegen Null.
Trotzdem steigt der Preis für Gold zur Zeit stetig auf neue Rekordwerte. Der Preis des Goldes wird allerdings in EURO, US-Dollar oder einer anderen Währung gemessen und wenn man Gold verkaufen will, bekommt man eine Währung dafür, aus der man gerade erst geflüchtet ist. Man bekommt mehr, als man dafür beim Kauf ausgegeben hat, aber wenn es crasht, hilft das auch nicht weiter – ausser, eine Währung bleibt unbehelligt vom Crash.
Die Flucht in das so wertstabile Gold ist eine Illusion. Oder kehren wir zurück zum Tausch Gold gegen Ware/Leistung?

Pflegende Angehörige: Altenpflege ja – Kinderpflege nein

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Es wird eine Internetplatform eingerichtet, es geht um Pflege, speziell um pflegende Angehörige, die online Fragen und Probleme im Zusammenhang mit der häuslichen Pflege einem geschulten Psychologenteam vorlegen können. Das dies aber nicht allen pflegenden Angehörigen offen steht, kritisiert Claudia Groth, 1. Vorsitzende Kinder Pflege Netzwerk e.V..

Warum schließt dieses Projekt dann von mir geschätzte über 150.000 pflegende Angehörige von Kindern und Jugendlichen mit einer Pflegestufe in Deutschland aus?!
Der Grund ist mal wieder höchst bürokratisch (und typisch deutsch?); das Lösungswort lautet: ZUSTÄNDIGKEIT. Die weitere Recherche ergibt nämlich, dass das Projekt aus dem Bundesaltenplan finanziert wird und deshalb die (psychologische) Beratung nur für Angehörige angeboten werden dürfe, die ältere Menschen pflegen.

So ist das mit den »Behörden« – es wäre so einfach, das besser zu machen!

Eine “ehemals nichtgläubige Christin“ zum Gesichtsschleier

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Eine “ehemals nichtgläubige Christin” (was ist eine nichtgläubige Christin?) berichtet in einem Interview von ihrer Konversion zum Islam und ihren Erfahrungen, die sie machte, als sie einen Gesichtsschleier trug.

Die in Deutschland geborene „ehemals nichtgläubige Christin“ Maryam Shabaz hat dies am eigenen Leibe erfahren, nachdem sie zum Islam konvertierte und fortan den Niqab trug, einen Gesichtsschleier.

„Ich wurde einfach ständig angepöbelt und beleidigt. Auf der Straße, im Supermarkt. Sogar, wenn mein kleiner Sohn dabei war. Darauf haben diese Leute überhaupt keine Rücksicht genommen“ erzählt Shabaz im sonntaz-Gespräch. Für sie war das Tragen des Niqabs Teil ihrer Auseinandersetzung mit dem Glauben – mittlerweile trägt sie ihr Haar wieder offen.

Aus dem Interview:

Wie kam es dazu, dass Sie konvertiert sind?

Ich war schon immer neugierig auf den Islam. Aber es kam nie jemand, der mich mal aufgeklärt hätte. Kurz vor meiner Konversion habe ich den Koran im Internet bestellt. Und da wurden noch zwei Bücher kostenlos mitgeliefert. In dem einen ging es um Wissenschaft im Koran. Genauer gesagt um Sätze im Koran, die bestimmten wissenschaftlichen Erkenntnissen ähneln, obwohl diese Erkenntnisse zur Entstehungszeit des Koran noch nicht erforscht waren. Zum Beispiel steht drin, dass es sieben Himmel gibt, und es gibt nach einigen Modellen tatsächlich sieben Schichten in der Atmosphäre. Das hat mich begeistert.

Sie haben das geglaubt?
Ja. Und das zweite Buch, das mitgeliefert wurde, hat mich zusätzlich bestärkt. Es ging darin um einen Vergleich des Status der Frau in Islam, Judentum und Christentum. Da stand zum Beispiel, dass es im Islam keine Erbsünde gibt, dass die Frau nicht schuld daran ist, dass Adam den Apfel gegegessen hat. …

Naja, da scheint es wirklich an Aufklärung gefehlt zu haben.