Wenn ich lese, Musik höre, mir Filme ansehe, ins Museum gehe, auf Reisen vieles besichtige, dann konsumiere ich die Werke anderer Menschen. Dies alles ist dann Konsum.
Sicher ein anderer Konsum, als der Verbrauch von Gütern, aber da ich dabei nichts erschaffe, nichts produziere, bleibt nur Verbrauch bzw. Konsum – ein geistiger Konsum.
Im günstigen Fall verändert mich dieser geistige Konsum, verändere ich mich in Folge dieses Konsums. Ist dies dann eine Art, etwas »zu erschaffen« und dann doch mehr als Verbrauch, als bloßer Konsum?
Erstaunt über die Größenordnung der Proteste
| Abgelegt unter: Gesellschaft
Es herrscht Erstaunen über die Größenordnung der Proteste gegen Acta. Das erstaunt mich nicht, da nicht verstanden wird, was die sog. Generation Internet bewegt.
Was mich erstaunt ist, das andere gesellschaftlich/politisch relevante Sachverhalte nicht zu Protesten mindestens gleicher Größenordnung führen, obwohl diese Sachverhalte auch die sog. Generation Internet betreffen und möglicherweise weit relevanter für das Leben auch dieser Generation sind.
iPhone Rangefinder – für die, die schon alles haben
| Abgelegt unter: Gesellschaft Photos
Für die, die aus dem iPhone eine Kamera machen wollen und die sonst keine Sorgen haben – der iPhone Rangefinder.


Erledigt
Gemäß dem Spruch »Die meiste Zeit am Computer verbringen wir mit der Beseitigung von Problemen, die wir ohne ihn nicht hätten.«, habe ich ein anderes Betriebssystem installiert und mich mit den anschließenden Feinarbeiten beschäftigt. Der Wechsel ging von Debian 6.0 (Codename “Squeeze”) zu xubuntu, Version 11.10.
Vor Jahren hatte ich schon mal xubuntu probiert, war damals aber nicht zufrieden, da der Xfce-Desktop noch nicht meinen Vorstellungen entsprach. Das hat sich inzwischen gewandelt; Xfce 4.8 erfüllt meine Erwartungen. Die Installation ging – wie inzwischen bei fast allen Linuxdistributionen – völlig reibungslos, fast langweilig. Grafisch gefällt mir der Desktop auch um einiges besser, als die von Debian verwendete Gnome-Version. Debian bietet zwar auch Xfce an, aber noch nicht die 4.8-Version. Ggf. wechsle ich dann wieder zu Debian 7.0, wenn dort Xfce 4.8 enthalten ist; aber da müsste mich xubuntu erst einmal enttäuschen.
Kinderlos – bin ich ein Sozialschmarotzer?
| Abgelegt unter: Gesellschaft Verantwortung
Wir haben keine Kinder. Warum dies so ist, geht nur uns etwas an. Wir haben 43 Jahre gearbeitet, Steuern und Sozialabgaben gezahlt. Das ist anscheinend nicht ausreichend. Kinderlose wie wir, sollen mehr Sozialabgaben zahlen, wenn es nach Mitgliedern der CDU geht.
Da kinderlos, haben wir von unserem Einkommen einen entsprechend hohen Satz an Steuern gezahlt. Die Sozialabgaben orientierten sich an unserem Gehalt, welches vielleicht weil wir kinderlos waren, höher war, als das von Arbeitenden mit Kindern und somit auch zu höheren Sozialabgaben führte. Von unseren Steuern wurde und wird u.a. auch das Bildungssystem bezahlt und auch Kindergeld wird aus Abgaben gezahlt, für die wir mit aufkommen. Unsere Krankenversicherungsbeiträge enthielten auch Anteile dafür, das Kinder im Rahmen der Krankenversicherung der Eltern ohne besonderen Beitrag versichert sind.
Wir sind für eine dauerhafte Erhaltung unseres Sozialsystems, wozu auch das Rentensystem gehört. Das Rentensystem basiert auf dem Solidarprinzip; die Beitragszahlung orientiert sich am Gehalt, ist ein einheitlicher Prozentsatz (und wurde gerade von der CDU-geführten Regierung reduziert). Es steht anscheinend gut um unser Rentensystem!
Wenn Kinderlose künftig mit einer »Sondersteuer« belegt werden sollen – bekommen sie diese erstattet, wenn sie später doch noch Kinder bekommen? Müsste – um es gerecht zu machen – dann nicht auch eine »Sondersteuer« abhängig von der Kinderzahl gezahlt werden? Denn je mehr Kinder, desto mehr künftige Beitragszahler.
Erwartung im Web
| Abgelegt unter: Gesellschaft
Im Web herrscht erwartungsvolle Spannung, Ruhe vor dem Sturm? Wulff ist zurück getreten; offen ist, ob er noch lebenslang alimentiert wird. Falls nicht, wird sicher einer seiner vielen Freunde einspringen!
Wer wird Nachfolger? Darauf ist die Webgemeinde gespannt; wie lautet der neue Hashtag bei Twitter? Ist jetzt wieder die FDP dran?
Alles Volks, oder was?
| Abgelegt unter: Gesellschaft
Gestern auf dem Weg durch den Buchladen fällt mein Blick auf den »Volks-Duden«; kommt von der BILD-Zeitung!
Mal abgesehen von dem Wort »Volks« – ist in diesem »Volks-Duden« BILD-Deutsch (und dies dann Volksdeutsch)? Falls nicht – warum dann nicht der »normale« Duden?
By the way: In der DDR gab es eine Volksarmee, eine Volkskammer, eine Volkspolizei, eine Volkssolidarität … – übernimmt dies die BILD-Zeitung jetzt?
Vom ADHS ins Burn out
| Abgelegt unter: Gesellschaft
Erst ADHS
Ritalin ist eine Pille gegen eine erfundene Krankheit, gegen die Krankheit, ein schwieriger Junge zu sein. Immer mehr Jungs bekommen die Diagnose. Die Pille macht sie glatt, gefügig, still und abhängig.
dann Burn out
Wenn über den Burnout geredet wird, handelt es sich meist um ein Jammern auf hohem Niveau. Das larmoyante Breittreten der Luxusproblemchen von Leuten mit fünfstelligem Monatseinkommen ist die wahre spätrömische Dekadenz unserer Zeit, meint Konstantin Sakkas.
Ernährungsempfehlungen für Griechenland?
| Abgelegt unter: Ernährung
In der sonntaz vom 11./12. Februar 2012 der erste Teil einer neuen Serie »Essensrepublik Deutschland«. Dieser erste Teil befasst sich mit den 40ger Jahren.
Teil 1: die vierziger Jahre, Knappheit und Hunger. Essen bedeutet Ersatz. Statt Steak aus Fleisch gibt es Steak aus Haferflocken.
Da fiel mir Griechenland ein, das Griechenland der nächsten Jahre.
Frau Merkel sollte die alten Kochbücher einsammeln und als deutsche (Entwicklungs-)Hilfe nach Griechenland schicken. Hier schon mal ein Rezept für Beefsteak ohne Beef:
Zutaten:
250 Gramm Haferflocken 1/2 Tasse Wasser 1 Zwiebel 1 Esslöffel Schnittlauch 1 Ei oder Eiaustauschmittel (z. B. Soja-, Stärkemehl, Leinsamen) Pfeffer und Salz 1 Esslöffel Semmelbrösel etwas Fett zum Backen
Rezept:
Haferflocken mit dem Wasser aufkochen. Eindicken lassen. Gehackte Zwiebel und fein gewiegtes Schnittlauch zugeben. Salzen, pfeffern, mit Ei oder Eiaustauschmittel binden. Aus der Masse Bratlinge formen, in Semmelbröseln wenden und in wenig Fett braten.
(Man beachte das Schlagwort satire)