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Occupy-Bewegung und Papstbesuch

| Abgelegt unter: Gesellschaft

Die Occupy-Bewegung scheint zu zeigen, dass es ohne Leitfigur/-en und/oder ein präzise formuliertes Programm nicht zu einer wirksamen Bewegung kommt. Es kommt zwar durch Aufrufe oder sog. Eventseiten bei sozialen Netzwerken zu öffentlichen Auftritten/Demonstrationen etc., aber diese verlaufen anscheinend mehr oder weniger im Sande.
Ein Vergleich mit den Bewegungen des sog. arabischen Frühlings bestätigt dies. Diese Bewegungen hatten ein eindeutiges Ziel/Programm: Sturz des herrschenden Diktators! Deshalb funktionierten sie auch. Jetzt ist der Diktator gestürzt und es beginnen die Mühen der Ebene, wie Brecht so zutreffend formulierte.
Die Occupy-Bewegung in Deutschland erinnert mich eher an den Papstbesuch oder das Weltjugendtreffen in Köln 2005. Es waren tolle Tage unter Gleichgesinnten, man nimmt eine gewisse Euphorie mit, die aber schnell verfliegt. So wenig, wie sich der deutsche Katholizismus nach dem Papstbesuch oder dem Weltjugendtreffen geändert hat, scheint sich etwas durch die Occupy-Bewegung zu ändern. Sie ist so wenig druckvoll, das sogar die Kanzlerin und der Finanzminister sie verstehen.

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