Umgeben von Obstplantagen, am Fuß der Eifel, nahe zu Bonn und Köln, ist unser Wohnort sehr schön gelegen, im Grünen. Nach Bonn sind es ca. 15 Autominuten, nach Köln ca. 30 (bei staufreier Verkehrslage). Wir haben hier: 2 Gaststätten, 1 Arztpraxis, 1 Miniladen, der Backwaren und einige Grundnahrungsmittel im Angebot hat, mehrere sog. Bauernläden, 1 Postagentur, 1 Obstbrennerei, die auch Obstsäfte verkauft. Das war es dann auch schon. Weitere Versorgungs-/Einkaufsmöglichkeiten finden sich in den nächsten Orten, ca. 4 bis 6 km entfernt. Hat man kein Auto, kommt man dorthin per Bus oder Fahrrad oder zu Fuß. Die Busverbindungen sind ausserhalb der Berufs- und Schulverkehrszeiten sehr eingeschränkt.
Wir wohnen gerne hier und doch überlegen wir, über kurz oder lang in eine Stadt zu ziehen. Auslöser für diese Überlegungen war eine Rückenerkrankung, die eine Nutzung des Autos oder Fahrrads unmöglich machte; selbst per Bus ging es nicht und zu Fuß mit Einkauf, war bei den Entfernungen nicht machbar. Zur Arztpraxis im Ort ging es problemlos, aber die Rezepteinlösung war schon problematisch. Eine Nachbarin hat das freundlicherweise übernommen. Im Grunde war ich im Ort »gefesselt«. Und so setzten die Überlegungen ein, in die Stadt zu ziehen, denn mit zumehmenden Lebensalter wird die Mobilität erfahrungsgemäß immer mehr eingeschränkt – das Tamtam um »Best ager« hin oder her.
So gehe ich schon seit einiger Zeit mit anderen Augen durch die Stadt, immer mit dem Hintergedanken der Suche nach potentiellem Wohnraum. Und es stellt sich als schwieriger heraus, als ich dachte – und dies nicht überwiegend wegen der Preise.
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